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05.01.2005

12:50 Uhr

Aktien

Volkswagen wird in China weiter Boden verlieren - Merrill Lynch

Die Analysten von Merrill Lynch erwarten, dass Volkswagen in China weiterhin an Boden verlieren wird. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenanalyse hervorgeht, rechnen sie damit, dass der Autoabsatz in der Volksrepublik im kommenden Jahr stärker als erwartet wachsen wird.

dpa-afx LONDON. Die Analysten von Merrill Lynch erwarten, dass Volkswagen in China weiterhin an Boden verlieren wird. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenanalyse hervorgeht, rechnen sie damit, dass der Autoabsatz in der Volksrepublik im kommenden Jahr stärker als erwartet wachsen wird. Davon dürften jedoch Hyundai ("Buy"), Toyota ("Buy") , Honda ("Neutral") und General Motors ("Neutral") profitieren. Die Anlageempfehlung "Sell" für die Volkswagen-Aktie wurde bestätigt.

Der Marktanteil von VW in China sei von 34,6 Prozent im Oktober 2003 auf 27,8 Prozent im Oktober 2004 gesunken. Im Oktober 2002 hatte er noch bei 46,1 Prozent gelegen. Das Wegbrechen der Marktanteile sei von einem starken Rückgang der Marge der Gemeinschaftsunternehmen begleitet worden. Nach Schätzungen der Analysten ging die Marge von 15,8 Prozent im Gesamtjahr 2001 auf 10,9 Prozent im ersten Halbjahr 2004 zurück. Für das Gesamtjahr 2004 erwarten sie, dass dieser Wert einstellig ausfallen wird.

'Zunehmend Ruinöser Wettbewerb'

"VW verweist auf Wechselkurseffekte zur Erklärung des drastischen Umschwungs bei der Profitabilität seit dem ersten Halbjahr 2003. Wir gehen aber davon aus, dass diese Erklärung die Auswirkungen des zunehmend ruinösen Wettbewerbs auf dem chinesischen Automarkt herunterspielt", heißt es in der Analyse.

Aber nicht nur bei der Autoherstellung gerieten die Margen von VW in China unter Druck, auch bei den Komponenten und Dienstleistungen, die VW an die Joint-Ventures liefere. Diese seien angesichts des steigenden Wettbewerbsdrucks zunehmend gezwungen, ihre Kostenstrukturen auf dem Prüfstand zu stellen. Gemäß der Einstufung "Sell" erwartet Merrill Lynch auf Sicht von zwölf Monaten eine negative Rendite für die Aktie.

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