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16.06.2011

11:21 Uhr

Vor Börsengang

Modekette Adler präsentiert Gewinnsprung

Gutes Timing will gekonnt sein: Kurz vor dem geplanten Börsengang kann der Textilhändler einwandfreie Geschäftszahlen vorweisen. Für die Zukunft denkt Adler auch an Expansion ins Ausland - aber nicht überall hin.

Filiale des Textilhändlers Adler". Quelle: dpa

Filiale des Textilhändlers Adler".

MünchenDie Modekette Adler wirbt mit guten Geschäftszahlen für ihren Börsengang. Im April und Mai sei der Umsatz zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 15,3 Prozent gestiegen, der operative Gewinn (Ebit) um 14,4 Prozent, teilte das bayerische Unternehmen am Donnerstag in Haibach mit. Eigentlich wollte die frühere Metro-Tochter, die jetzt dem Münchner Finanzinvestor BluO gehört, diese Woche ihr Debüt am Kapitalmarkt geben, verschob die Erstnotiz wegen Veröffentlichung der Geschäftszahlen aber auf nächste Woche.

„Der 2009 eingeschlagene Weg mit dem Fokus auf mindestens 45-Jährige war richtig“, sagte Adler-Chef Lothar Schäfer zur Nachrichtenagentur Reuters. Diese finanzstarke und in Deutschland immer größer werdende Gruppe sichere Adler nach Jahren mit hohen Verlusten mittlerweile nachhaltiges Wachstum. Die stabile Konjunktur tue ihr Übriges. „Die Zielgruppe ist aber deutlich weniger anfällig für Konjunkturschwankungen als junge Konsumenten.“ Adler werde so auch in schwierigen Zeiten ein relativ stabiles Ergebnis erzielen können.

Für Mai wiesen die Unterfranken einen um 23 Prozent gestiegenen Umsatz von 44,1 Millionen Euro aus. Das Ebit verbesserte sich um 25 Prozent auf 3,45 Millionen Euro. Im April waren die Erlöse den Angaben zufolge um neun Prozent auf 45,3 Millionen Euro geklettert, das operative Ergebnis um sieben Prozent auf 4,1 Millionen. Auch unter dem Strich dürfte es schwarze Zahlen gegeben haben. Zinszahlungen spielen bei Adler keine große Rolle, die Steuerquote liegt normal bei etwa einem Drittel.

Adler ist primär in Kleinstädten und am Rande von Metropolen vertreten und im mittleren Preissegment positioniert. Dieses Jahr wurden vier neue Läden eröffnet, etwa in Essen und Kulmbach. Im Gesamtjahr sollen es 20 neue Shops sein. Punkten will die Modekette auch mit einer neuen Marke für Nordic Walking und Trekking.

Der Börsengang soll bis zu 145 Millionen Euro einbringen. Der Großteil davon geht allerdings an BluO. Mit dem Rest soll das Adler-Wachstum beschleunigt werden. In Deutschland gebe es noch viele weiße Flecken, Wettbewerber wie C&A hätten teilweise ein Vielfaches an Läden, so Schäfer. Zudem sei die Expansion ins Ausland denkbar. Hier ist Adler bislang nur in Österreich und Luxemburg aktiv. „Definitiv ausschließen kann ich eine Expansion nach Osteuropa in den nächsten Jahren.

Von

rtr

Kommentare (1)

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funkytown

16.06.2011, 16:08 Uhr

Interessant was der Adler-Chef im Interview sagt: Es sollen 20 neue Filialen in Deutschland aufgemacht werden, pro Jahr!
http://www.business-on.de/saarlorlux/lothar-schaefer-boersengang-interview-adler-geschaeftsfuehrer-_id12166.html

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