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19.01.2007

11:39 Uhr

Vorgehen „sehr unglücklich“

Beiersdorf-Empfehlung: Deutsche Bank in der Kritik

Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Hamburger Beiersdorf- Aktien ist die Deutsche Bank in die Kritik geraten:

BN BERLIN. Die Hansestadt hatte am Dienstag die Verkaufsabteilung der Bank beauftragt, 25,2 Millionen Beiersdorf-Anteile (die im Besitz der Stadt waren) in einer Spanne von 48 bis 50 Euro an der Börse zu platzieren. Das gelang dem Frankfurter Geldhaus auch. Nach Angaben des Hamburger Finanzsenators Michael Freytag wurden die Papiere zu einem Preis von 48 Euro je Aktie veräußert.

Das Problem: Ebenfalls am Dienstag hatte die Analyse-Abteilung der Deutschen Bank die Beiersdorf- Aktie in einer Studie zum Kauf empfohlen, wobei sie das Kursziel von 50 Euro auf 60 Euro erhöhte. Die Bank liegt damit weit über den Empfehlungen anderer Institute. Einen Zusammenhang zwischen Platzierung und Empfehlung bestreitet das größte deutsche Geldhaus. Die zeitliche Nähe empfinden Experten aber als „höchst ungewöhnlich“.

Ein Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz bezeichnete das Vorgehen der Bank als „sehr unglücklich“. Ein solcher Vorgang sei von außen jedoch schwer zu beurteilen.

Für die Stadt Hamburg hat sich der Beiersdorf-Deal gelohnt. Sie hatte die Papiere 2003 zu 45 Euro je Aktie gekauft – und machte unterm Strich ein Plus von 7,8 Millionen Euro. Die Dummen in der Geschichte sind Kleinanleger, die am Dienstag Beiersdorf-Aktien gekauft haben – der Kurs ist seitdem nämlich gefallen.

Quelle: BusinessNews

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