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26.11.2015

15:09 Uhr

VW-Aktie

Volkswagen feiert Comeback an der Börse

VonMartin Dowideit

Auf bis zu 86 Euro war die VW-Aktie wegen des Emissionsskandals gefallen. Doch seit einigen Tagen kennt das Papier nur eine Richtung: aufwärts. Das Plus ist gewaltig.

Ausstellungsstück auf der Automesse in Los Angeles: Gute Laune herrscht derzeit auch bei VW-Aktionären. AFP

Gute Stimmung im VW-Bully

Ausstellungsstück auf der Automesse in Los Angeles: Gute Laune herrscht derzeit auch bei VW-Aktionären.

DüsseldorfAm 5. Oktober stand die Acht vorne: Auf bis zu 86,36 Euro sackte die VW-Vorzugsaktie im Handelsverlauf ab – ein Wert, den das Papier zuletzt fünf Jahre zuvor gesehen hatte. Nur zweieinhalb Wochen zuvor war die Aktie noch fast doppelt so teuer gewesen. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte hatte den Kurssturz ausgelöst. Anlegern kamen die Tränen.

Tränen fließen noch immer bei VW-Aktionären, jetzt aber Freudentränen. Zumindest wenn sie vor wenigen Wochen erst eingestiegen sind. Am Donnerstag notiert das Volkswagen-Papier bei 125 Euro und einem Tagesplus von fast vier Prozent. Es ist der zehnte Tag in Folge mit Kursgewinnen. Während der Dax im selben Zeitraum um weniger als fünf Prozent zulegte, stach VW mit einem Plus von 31 Prozent heraus.

Die Pläne von Volkswagen zur Umrüstung von Dieselmotoren

EA 189 2,0 Liter

Nur Software-Update nötig. Geschätzte Arbeitszeit pro Motor etwa 30 Minuten (rund 5,2 Millionen betroffene Einheiten).

EA 189 1,6 Liter

Software-Update und Hardware-Eingriff nötig, letzterer aber weniger umfangreich als zuvor angenommen - es reicht der Einbau eines Strömungstransformators (Gitternetz) vor dem Luftmassenmesser. Geschätzte Arbeitszeit pro Motor weniger als eine Stunde (rund 3 Millionen betroffene Einheiten).

EA 189 1,2 Liter

Vorschläge noch nicht fertig, werden dem KBA noch in dieser Woche vorgestellt. Vermutlich reicht wie beim 2,0-Liter-Motor ein Software-Update aus (rund 300 000 betroffene Einheiten).

Die positive Stimmung geht auf die Erwartung zurück, dass die Folgekosten des Skandals deutlich glimpflicher ausfallen dürften als bislang erwartet. Volkswagen hat 6,7 Milliarden Euro zurückgestellt wegen der Emissionsmanipulation an fast elf Millionen Motoren der Baureihe EA 189. Außerdem fürchtet der Konzern Ausgaben in Höhe von zwei Milliarden Euro wegen unrichtiger Angaben bei CO2-Werten bei Diesel- und Benzin-Motoren.

VW-Aktie im Aufwind

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Zuletzt hatte der Konzern damit überrascht, dass ein Software-Update in Kombination mit dem Einbau eines einfachen Kunststoff-Bauteils die Probleme bei drei Millionen EA-189-Motoren mit 1,6 Liter Hubraum beheben könnte. Der Einbau soll weniger als eine Stunde in Anspruch nehmen. Kurz nach Bekanntwerden des Skandals hatte VW-Chef Matthias Müller gesagt, dass „manche Fahrzeuge (...) neue Injektoren und Katalysatoren brauchen“ könnten und für den Umbau „in jedem Markt spezialisierte Werkstätten auf Zeit“ aufgebaut werden könnten.

Das klang nach wesentlich mehr Aufwand als die jetzt präsentierte Lösung mit einem einfachen Gitternetz, dass am Motor installiert werden wird – vorausgesetzt das Kraftfahrtbundesamt akzeptiert den Vorschlag.

Kommentare (10)

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26.11.2015, 15:39 Uhr

Das hatte ich so erwartet.
Wie ich immer sage: Nur realisierte Verluste sind Verluste , und bei Schwäche immer nachkaufen.
Wer eine VW bei ca 90 Euro nicht nachkauft, dem ist nicht mehr zu helfen.
Liegen lassen und sich an der Dividende erfreuen.

Sonst natürlich hauptsächlich nur auf die internationalen Prämiummarken setzen,natürlich zum richtigen Zeitpunkt und zum richtigen Preis kaufen.

Herr Paul Oberste

26.11.2015, 15:40 Uhr

Habe bei 95€ mein Depot gefüllt. Ich bin in bomben Laune.

Herr Marc Otto

26.11.2015, 16:21 Uhr

Ja, mit Longs auf Volkswagen komtm immer gute Laune auf.

Müller war der Wunsch-Kandidat von herrn Dr. Piech.
Piech hat sich (wie immer ) durchsetzen können.

Lektion kapiert, es kann nun nach oben gehen.

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