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18.01.2016

14:21 Uhr

VW, Deutsche Bank, Lanxess

Nicht jeder Chefwechsel bringt Dax-Aktien Glück

VonMartin Dowideit

Kasper Rorsted schüttelt den Dax durch. Die Aktie von Henkel schickt er in die Tiefe – Adidas beflügelt er. Wir verraten, welche Chefwechsel Aktionären nur ein kurzes Strohfeuer an Gewinnen einbrachten.

Börse am Mittag

Henkel-Chef verschreckt die Börsianer

Börse am Mittag: Henkel-Chef verschreckt die Börsianer

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DüsseldorfDie Aktie von Henkel hat es arg gebeutelt: Kaum hat Noch-Chef Kasper Rorsted seinen Abgang verkündet, rauscht das Wertpapier des Düsseldorfer Konsumgüterherstellers in die Tiefe. Fast sechs Prozent hat Henkel verloren und ist damit am Montag der schwächste Wert im Dax.

Am anderen Ende der Skala findet sich Adidas wieder – also der Konzern, den Rorsted ab 1. Oktober 2016 als Vorstandsvorsitzender leiten wird. Bei Anlegern brechen Begeisterungsstürme aus. Zeitweise schießt die Aktie des Herzogenauracher Sportartikelherstellers mehr als zwölf Prozent nach oben. Selten hat das Sprichwort „Des einen Freud ist des anderen Leid“ so auf einen Chefwechsel im Dax zugetroffen wie im Falle des Dänen. Wir verraten, wer für ähnlich starke Ausschläge gesorgt hat.

Der Chemiekonzern Lanxess verkündete am 27. Januar 2014, dass der Ex-Vorstand Matthias Zachert zum Unternehmen zurückkehren werde. Die Aktie machte an diesem Tag einen Freudensprung von 8,22 Prozent auf 48,72 Euro. Zwei Jahre später notiert die Aktie noch bei etwa 36 Euro.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Als die Deutsche Bank an einem Sonntag im Juni vergangenen Jahres ankündigte, dass künftig John Cryan das Institut führen werde, schien eine Last von dem Institut zu fallen. Vorgänger Anshu Jain hatte glücklos agiert. Am ersten Handelstag nach dem avisierten Chefwechsel legte die Deutsche-Bank-Aktie daher deutlich zu. Es ging um 3,57 Prozent auf 28,60 Euro nach oben. Das Problem Cryans: Von diesem Wert hat sich die Aktie mittlerweile klar verabschiedet. Sie notiert derzeit bei 18,81 Euro – und damit auf einem Niveau, das zuletzt auf den Höhen der Finanzkrise im Frühjahr 2009 erreicht worden war.

Mit einem Kursabschlag von einem halben Prozent war die Spitzenpersonalie der Deutschen Börse im Oktober 2014 von den Anlegern begrüßt wurden. Die Aktie notierte zum Ende des Tages, als Carsten Kengeter als künftiger Chef angekündigt wurde, bei 52,63 Euro. Doch seitdem hat sich das Papier sehr stark entwickelt. Trotz der Rückschläge zu Jahresbeginn notiert die Deutsche-Börse-Aktie im Moment bei 75 Euro. Der ehemalige Goldman-Sachs-Manager hat sich also als positiver Treiber für die Aktie erwiesen.

Kommentare (2)

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Herr Holger Narrog

18.01.2016, 15:20 Uhr

Herr Rorstedt hat Henkel auf EBIT hin optimiert. Dazu wurden Artikel mit geringem EBIT eliminiert. Dadurch ist der Umsatz weniger gewachsen als der Gewinn. Wirklich neue Produkte und Risiken wurden weitgehend gemieden.

Die Führungskultur ist bei Henkel ziemlich aggressiv. Es gibt die Tendenz der Selbstillusionierung. Zuhören und Verständnis sind im höheren Management unüblich.

Insofern wäre ein Nachfolger der mehr Augenmerk auf die langfristige Entwicklung von Henkel legt, für Henkel hilfreich.

Account gelöscht!

18.01.2016, 15:38 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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