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30.03.2006

14:55 Uhr

Wacker-Chemie nennt Anteilspreise

Starke Nachfrage nach neuen Aktien

Beim ersten größeren deutschen Börsengang in diesem Jahr zeichnet sich ein Erfolg ab. Kurz vor Ende der Zeichnungsfrist sei die Emission der Immobiliengesellschaft Patrizia deutlich überzeichnet, hieß es in Finanzkreisen.

HB FRANKFURT. Der Ausgabekurs für die maximal 21,77 Mill. Aktien dürfte damit am oberen Ende der Preisspanne von 15,80 bis 18,50 Euro liegen. Ein weiteres Indiz für die starke Nachfrage ist der so genannte Graumarkt, wo die Aktien von Börsenkandidaten bereits vor der Emission gehandelt werden. Im Telefonhandel notierte Patrizia gestern bei 18,00 bis 18,50 Euro. Würde die Aktie tatsächlich am oberen Ende der Spanne an den Markt kommen, läge das Emissionsvolumen bei 403 Mill. Euro. Am Freitag soll die Immobiliengesellschaft erstmals an der Börse notiert werden. Die Zeichnungsfrist endet heute.

Die 1984 gegründete Patrizia hat sich auf die Privatisierung von Mietwohnungen spezialisiert und setzt auf die Renaissance des angeschlagenen deutschen Immobilienmarkts. Der Börsengang gilt als Testfall für eine Reihe größerer Emissionen, die bis Ende Juni auf den deutschen Markt drängen.

Bis kommenden Freitag wird der Chemie-Konzern Wacker die Zahl der zu platzierenden Aktien und die Preisspanne für den Börsengang am 10. April nennen. Die Zeichnungsfrist läuft vom 31. März bis zum 7. April. Der Erlös aus der Emission soll bei mindestens 850 Mill. Euro liegen, Experten halten aber auch ein Volumen von bis zu 1,1 Mrd. Euro für möglich. Davon sollen mindestens 350 Mill. Euro dem Unternehmen selbst aus der Platzierung eigener Aktien zugute kommen. Der Rest stammt aus dem Besitz der Altaktionäre. Nach der Emission wird der Streubesitz bei mindestens 25 Prozent liegen. Die Analysten der Konsortialführer UBS und Morgan Stanley bewerten Wacker mit etwa vier Mrd. Euro.

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