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04.10.2011

09:25 Uhr

Was Analysten wollen

Kippen, Bier und Banken

Welche Aktien empfehlen die Banken ihren guten Kunden? Die Kauflisten von Goldman Sachs, JP Morgan oder Cheuvreux sind eigentlich nur für institutionelle Investoren gedacht. Das Handelsblatt hat sie ausgewertet.

Bei Anlegern gefragt: Aktien von Tabak-Unternehemen. dpa

Bei Anlegern gefragt: Aktien von Tabak-Unternehemen.

DüsseldorfDer Crash an den Börsen hat viele Anleger verschreckt. Doch der Kurssturz vor zwei Monaten – der Dax verlor in dieser Zeit mehr als 2.000 Punkte – bietet auch Chancen: Wer starke Nerven hat, der sollte investieren, denn viele Aktien sind momentan günstig zu haben. Die Frage ist nur: wo?

Welche europäischen Aktien im Moment besonders angesagt sind, zeigt ein Blick auf die „Conviction Buy List“ von Goldman Sachs, die „Key Calls“ der UBS oder die „Top Picks“ von JP Morgan. Solche Kauflisten, die fast jede Großbank führt, sind eigentlich für Großkunden gedacht, Kleinanleger bekommen sie für gewöhnlich nicht zu sehen. Handelsblatt Online hat die Listen mehrerer Banken ausgewertet.

Die Schuldenkrise in Europa hat bereits deutliche Spuren hinterlassen. Die meisten der empfohlenen Unternehmen stammen aus Großbritannien und Deutschland, dazu ein paar wenige aus Frankreich. Firmen aus den Schuldenstaaten sucht man fast vergebens.

Geheimnisvolle Kauflisten: Welche Aktien die Banken auf dem Zettel haben

Geheimnisvolle Kauflisten

Welche Aktien die Banken auf dem Zettel haben

Volkswagen, BASF, SAP. Diese deutschen Unternehmen stehen bei internationalen Analysten hoch im Kurs. Das Handelsblatt hat die Listen ausgewertet, die zeigen, welche Aktien die Banken ihren guten Kunden empfehlen.

Besonders hoch im Kurs stehen Tabakkonzerne, Brauereien und Nahrungsmittelhersteller, genauer gesagt Firmen wie British American Tobacco, Anheuser-Busch Inbev oder Danone. Der französische Lebensmittelriese Danone steht etwa bei JP Morgan, Credit Suisse und Cheuvreux auf der Empfehlungsliste.

Die Überlegung, auf Kippen, Bier und Joghurt zu setzen, ist gar nicht mal so abwegig: Im Angesicht von Schuldenkrise und drohendem Wirtschaftsabschwung sind Firmen erste Wahl, deren Produkte aus dem Alltag nicht wegzudenken sind. Geraucht und getrunken wird immer, gegessen sowieso, auch wenn die Konjunktur lahmt. Umso erstaunlicher ist allerdings, dass sich neben Konsumwerten auffallend viele Banken auf den Listen wiederfinden.

Kommentare (3)

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Moika

04.10.2011, 10:32 Uhr

Wenn das die Quintessenz der hochdotierten Analysten ist, möchte ich nicht wissen, was die dem Normalanleger anbieten.

Also: Banken meiden und lieber das HB lesen.

Kalle

04.10.2011, 10:55 Uhr

Raus, raus, raus! Alles Papier wird verbrennen, es gibt keine Sicherheit mehr. Nur Realwerte, physisch! Edelmetalle sind noch spottbillig nach der Korrektur, ansonsten Waldflächen und Eigentum ausserhalb der EU!

Account gelöscht!

04.10.2011, 18:59 Uhr

Geh doch mal frische Luft schnappen..... deine Metalle werden schon nicht wertlos....

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