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18.05.2012

07:13 Uhr

Web 2.0-Aktion

Wo steht Facebook nach dem ersten Börsentag?

VonTina Halberschmidt

Beim „Crowdguessing“ von Handelsblatt Online und zwei Wirtschaftsblogs sollen Twitter- und Facebook-Nutzer den Preis der Facebook-Aktie am Ende des ersten Börsentages schätzen. Die Gewinner werden belohnt.

Bei der „Schwarmschätzung“ im Rahmen des Facebook-Börsengangs geht es um die spannende Frage, wie nah die „Crowd“ dem tatsächlichen Preis der Facebook-Aktie am Ende des ersten Handelstages kommt. dapd

Bei der „Schwarmschätzung“ im Rahmen des Facebook-Börsengangs geht es um die spannende Frage, wie nah die „Crowd“ dem tatsächlichen Preis der Facebook-Aktie am Ende des ersten Handelstages kommt.

Der mit Spannung erwartete Börsengang des sozialen Netzwerks Facebook steht kurz bevor: Am heutigen Freitag werden die Aktien zum ersten Mal an der Nasdaq gehandelt. Doch wie wird Facebook nach dem Börsengang vom Markt bewertet? Und vor allem: Wo wird die Facebook-Aktie am Freitag nach US-Börsenschluss stehen? Wenn Sie glauben, diese Frage beantworten zu können, dann machen Sie mit beim „Crowdguessing“ von Handelsblatt Online und den beiden Wirtschaftsblogs blicklog.com von Dirk Elsner und diewunderbareweltderwirtschaft.de von Ulrich Voß.

Um beim „Crowdguessing“, also einer Schwarmschätzung im Web 2.0, dabei zu sein, müssen Sie nicht viel tun. Beantworten Sie einfach mit Ihrem Twitter-Account oder auf der Facebook-Fanpage des Handelsblatt die Frage Wieviel ist die Facebook-Aktie am Ende des ersten Handelstags wert?

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Riese Datenmengen

Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.

Bitte vergessen Sie bei Twitter das Hashtag #facebookguess nicht. Wir können nur Tipps berücksichtigen, die bis Freitag, 18. Mai, 12 Uhr, bei Twitter mit dem entsprechenden Hashtag oder auf der Handelsblatt-Fanpage bei Facebook abgegeben wurden! Wichtig: Es soll nicht geschätzt werden, wie Anleger die Aktie selbst bewerten würden. Vielmehr sollen die Teilnehmer raten, wie der „Markt” das Unternehmen am Ende des ersten Börsentages bewerten wird.

Derjenige, der dem Börsenschlusskurs am nächsten kommt, gewinnt symbolisch ein Paar „Adiletten“ - in Anlehnung an das Lieblingsschuhwerk des „Adiletten-Millionärs“ Mark Zuckerberg. Der Gewinner wird am Montag, 21. Mai, auf Handelsblatt Online bekannt gegeben. Beim ersten „Crowdguessing“ von Handelsblatt Online, blicklog.com und diewunderbareweltderwirtschaft.de geht es aber nicht vordergründig um einen Preis, sondern vielmehr um die spannende Frage, welchen Wert die „Crowd“ schätzt. Bei einer ähnlichen Aktion des letzten 3-Jahres-Tender der EZB hatten die Blogger Dirk Elsner und Ulrich Voß mit den Schätzungen der Twitter-„Crowd“ eine sehr gute Vorhersage geliefert und mit dem Ergebnis sogar einige Experten verblüfft.

Wer vom Facebook-Börsengang profitiert

Mark Zuckerberg

Der Chef und Gründer von Facebook besitzt knapp 534 Millionen Aktien. Dieser Anteil von 28 Prozent ist etwa 28 Milliarden Dollar wert. Damit wäre der 27-Jährige der viertreichste Amerikaner. Nach einer Aufstellung der Zeitschrift „Forbes“ sind dann nur Microsoft -Gründer Bill Gates, der legendäre Investor Warren Buffett und Oracle -Chef Larry Ellison wohlhabender als Zuckerberg.

Risikokapitalgeber

Jim Breyer und seine Risikokapitalfirma Accel Partners besitzen zusammen etwa elf Prozent der Facebook-Anteile, die nun etwa 11,4 Milliarden Dollar wert sein dürften. Accel stieg bei Facebook im Jahr 2005 ein, als das Unternehmen mit 100 Millionen Dollar bewertet wurde. Das Unternehmen investierte damals 12,7 Millionen Dollar.

Einzelinvestoren

Weitere wichtige Eigner sind die russische Gesellschaft DST Global mit sieben Prozent, Goldman Sachs mit 3,5 Prozent, der Investor Peter Thiel mit zwei Prozent und die Firma T. Rowe Price mit einem Prozent. Der Internetpionier Marc Andreessen und seine Beteiligungsfirma Andreessen Horowitz besitzen einen kleinen Teil von Facebook.

Die Rendite der Eigner hängt davon ab, wann sie die Anteile kauften. Investor Thiel dürfte prozentual den größten Gewinn gemacht haben: Er stieg schon im Jahr 2004 ein und investierte damals 500.000 Dollar.

Mitbegründer

Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz besitzt etwa sieben Prozent des Unternehmens. Ein weiterer Mitbegründer, Eduardo Saverin, hielt früher einen geschätzten Anteil von fünf Prozent, taucht aber in der Liste der wichtigsten Aktionäre nicht mehr auf. Saverin hat wahrscheinlich einen großen Teil seiner Aktien verkauft.

Angestellte

Auch für viele der 3200 Facebook-Angestellten dürfte sich der Börsengang auszahlen, weil ihre Arbeit auch mit Aktienoptionen vergütet wird. Autohäuser, Immobilienmakler und Luxushändler im Silicon Valley reiben sich schon die Hände. Manche Facebook-Mitarbeiter wollen ins All fliegen. Andere planen archäologische Expeditionen zu Maya-Ruinen.

Familienmitglieder

Aus dem Antrag für den Börsengang geht hervor, dass auch Verwandte von wichtigen Facebook-Managern großzügig mit Aktien bedacht wurden. So unterstützte Zuckerbergs Vater Edward die noch junge Firma in den Jahren 2004 und 2005 mit Geld und bekam eine Option zum Kauf von zwei Millionen Aktien. Die Frist zur Ausübung ließ er aber verstreichen. Im Dezember 2009 erhielt Edward Zuckerberg aber schließlich zwei Millionen Anteilsscheine von Facebook.

Kommentare (2)

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Makler

18.05.2012, 07:30 Uhr

Mein Tipp für Facebooks ca.50% Steigerung und somit 58,25$

Detlef Körtge

s.g

22.05.2012, 21:29 Uhr

Schön daneben gehauen Detlef!

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