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04.02.2015

14:22 Uhr

Wizz Air

Ryanair-Rivale will nun doch an die Börse

Im vorigen Sommer hat Wizz Air den anvisierten Sprung auf das Börsenparkett abgeblasen. Nun wärmt der Ryanair-Rivale seine Pläne wieder auf: Am Londoner Aktienmarkt will die Airline 150 Millionen Euro einnehmen.

Osteuropas größter Billigflieger betreibt eine Flotte von 54 Airbus-Jets. dpa

Ein Flieger der Billig-Airline Wizz Air

Osteuropas größter Billigflieger betreibt eine Flotte von 54 Airbus-Jets.

LondonOsteuropas größter Billigflieger Wizz Air holt seine Börsenpläne wieder aus der Schublade. Die Airline wolle mit einer Erstnotiz (IPO) am Londoner Aktienmarkt 150 Millionen Euro einnehmen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Budapest am Mittwoch mit. „Wir rechnen damit, 20 Prozent des Geschäfts an den Aktienmarkt zu bringen“, sagte Firmenchef Jozsef Varadi zu Reuters.

Im vorigen Sommer, als die Fluglinie den anvisierten Sprung auf das Börsenparkett kurzfristig abgeblasen hatte, waren noch IPO-Erlöse von 200 Millionen Euro angepeilt worden. „Wir benötigen nicht mehr so viel Geld wie damals“, so Varadi. Wizz Air habe eine erfolgreiche Zeit hinter sich und viel Geld im operativen Geschäft verdient. Der zweite Anlauf solle nun bis Ende März über die Bühne gehen. Ausgegeben werden sollen neue Titel sowie Aktien aus dem Besitz von bestehenden Gesellschafter.

Mit Wizz Air flogen in der Zeit von April bis Ende Dezember 12,7 Millionen Passagiere – ein Plus von einem Fünftel. Damit rangiert die Fluggesellschaft unter den europäischen Billigfliegern auf dem fünften Platz, nach Marktführer Ryanair sowie Easyjet, Air Berlin und Norwegian Air Shuttle.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Wizz Air betreibt eine Flotte von 54 Airbus-Jets und erzielte in den ersten neun Monaten des Finanzjahres 2014/15 (bis Ende März) bei einem Umsatz von 990 Millionen Euro einen Betriebsgewinn von 305 Millionen – eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Von

rtr

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