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17.07.2013

19:48 Uhr

Wohnungskonzern

Deutsche Bank und Goldman Sachs bleiben auf Gagfah-Aktie sitzen

Die Platzierung von drei großen Gagfah-Aktienpaketen durch die Deutsche Bank und Goldman Sachs ist deutlich schiefgegangen: Beide sind auf rund zwei Dritteln der Papiere sitzengeblieben.

Eine Wohnsiedlung im Südwesten von Dresden des Immobilienunternehmen Gagfah. dpa

Eine Wohnsiedlung im Südwesten von Dresden des Immobilienunternehmen Gagfah.

FrankfurtDie Platzierung von drei großen Aktienpaketen des Wohnungskonzerns Gagfah ist den beteiligten Banken gründlich misslungen. Die Deutsche Bank und Goldman Sachs sind auf mehr als zwei Drittel der 40 Millionen Papiere sitzengeblieben, wie aus zwei Pflichtmitteilungen vom Mittwoch hervorging. Demnach hält die Deutsche Bank nach Abschluss der Platzierung 6,4 Prozent an Gagfah, Goldman Sachs 6,3 Prozent. Sie sitzen damit auf Gagfah-Anteilsscheinen im Wert von jeweils mehr als 120 Millionen Euro. Nun bleibt ihnen nur, die Aktien nach und nach auf den Markt zu werfen oder andere Abnehmer für ganze Pakete zu finden.

Die Papiere waren in der vergangenen Woche zu je 8,85 Euro platziert worden, am Mittwoch lagen sie bei 8,69 Euro. Mit einer kombinierten Platzierung von neuen Aktien sowie Papieren aus dem Eigenbestand und aus dem Besitz des Finanzinvestors Fortress wollte Gagfah seinem Großaktionär helfen, seine Beteiligung schneller zu reduzieren. Das wenigstens gelang: Fortress meldete am Mittwoch noch eine Beteiligung von 48,2 Prozent. Vorher hatte der US-Investor 60,8 Prozent gehalten.

Dass Banken bei großen Platzierungen am Aktienmarkt auf einem Teil der Papiere sitzenbleiben, weil sie die Nachfrage oder den erzielbaren Preis falsch eingeschätzt haben, ist nicht selten. Doch gilt schon ein Anteil von einem Drittel, der nicht an den Mann gebracht werden kann, als Misserfolg. Die Deutsche Bank war nach der Transaktion in die Kritik geraten, weil sie die Gagfah-Platzierung an dem Tag gestartet hatte, an dem sie noch mit dem zweiten Anlauf zum Börsengang des Rivalen Deutsche Annington beschäftigt war.

Bei der Bochumer Annington, Deutschlands größtem privaten Wohnungsvermieter, hat ein einzelner Investor offenbar mehr als ein Drittel der beim Börsengang verkauften Aktien geschluckt. Die norwegische Zentralbank, die den staatlichen Pensionsfonds des ölreichen Landes verwaltet, meldete am Mittwoch einen Anteil von 5,42 Prozent. Rechnerisch zeichnete die Norges Bank damit Annington-Aktien für 200 Millionen Euro. Insgesamt waren 15,5 Prozent der Annington-Anteile für 575 Millionen Euro platziert worden. Die zu je 16,50 Euro ausgegebenen Aktien notierten am Mittwoch bei 18,15 Euro.

Von

rtr

Kommentare (3)

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kraehendienst

17.07.2013, 19:59 Uhr

Guter Bericht zum Abend. Danke HB.

hedgehog

17.07.2013, 23:51 Uhr

Das liest man gerne.

gez. Charles Ponzi.

Beobachter

18.07.2013, 02:55 Uhr

Tja hätten Sie sich halt besser Substanzwerte wie Interhyp oder noch besser Immofinanz zugelegt, aber lieber zockt man munter weiter, der Steuerzahler wird im Schadensfall schon einspringen. Wie uns aber die Abwicklung der LAIKI Bank in Zypern zeigt, wird künftig ein anderer, wesentlich frischer Wind wehen.

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