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27.03.2012

18:31 Uhr

Zweites Quartal

Schiesser will neuen Anlauf an Börse nehmen

Vor gut einem Jahr ist Unterwäschen-Hersteller Schiesser aus der Insolvenz gekommen. Nun plant das Unternehmen im zweiten Quartal einen Börsengang. Mit dem Erlös will Schiesser die Gläubiger auszahlen.

Unterwäsche-Hersteller Schiesser will im zweiten Quartal an die Börse. ap

Unterwäsche-Hersteller Schiesser will im zweiten Quartal an die Börse.

FrankfurtMit Rückenwind von den Aktienmärkten will der Unterwäsche-Hersteller Schiesser noch vor der Sommerpause einen neuen Anlauf an die Börse nehmen. „Wir sind voll in den Vorbereitungen für einen Börsengang im zweiten Quartal“, sagte der Stuttgarter Insolvenzverwalter Volker Grub am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Grub ist auch Aufsichtsratschef des Traditions-Unternehmens aus Radolfzell am Bodensee, das seine Pläne bereits mehrfach verschoben hatte. Begleitet werden soll der Börsengang von der BHF-Bank und von Equinet.

Das für seine Feinripp-Wäsche bekannte Unternehmen war erst vor gut einem Jahr nach zwei Jahren Sanierung aus der Insolvenz gekommen. Mit dem Erlös aus dem Börsengang sollen die Gläubiger ausgezahlt werden. Sie hatten dem Unternehmen dafür eine Frist bis Ende 2012 eingeräumt. Grub hatte argumentiert, dass aus einem Gang an die Börse ein höherer Betrag zu erwarten sei als aus einem Verkauf an einen Investor. Schiesser hatte 2010 nach eigenen Angaben 124,5 Millionen Euro Umsatz und einen Nettogewinn von 5,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor.

Schiesser reiht sich ein in eine Reihe größerer Unternehmen aus Deutschland, die nach dem Ende der seit fast einem Jahr andauernden Flaute im zweiten Quartal an die Frankfurter Börse drängen. Neben dem Versicherer Talanx und dem Chemiekonzern Evonik läuft sich Finanzkreisen zufolge auch die Rheinmetall-Autozuliefer-Tochter KSPG - früher Kolbenschmidt Pierburg - für einen Börsengang im Juni oder spätestens Anfang Juli warm.

Von

rtr

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