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14.12.2011

12:44 Uhr

Zynga

Facebooks kleiner Bruder geht an die Börse

Die Wall Street erwartet den größten Börsengang eines US-Internetkonzerns seit Google. Social-Games-Marktführer Zynga, der kleine Bruder von Facebook, wagt bald den Gang aufs Parkett.

Zynga geht bald an die Börse. AFP

Zynga geht bald an die Börse.

BerlinSie sind aufeinander angewiesen. Ohne Facebook wäre Zynga gar nicht in der Lage, am Freitag den größten Börsengang eines US-Internetkonzerns seit Google anzupeilen. Der Erfolg des einen ist maßgeblich an den des anderen geknüpft. Facebook ist der Star unter den sozialen Netzwerken. Zynga nutzt die Plattform erfolgreicher als alle Konkurrenten, um Kunden für seine Spiele zu gewinnen. Bald wird Zynga dem großen Bruder einen Schritt voraus sein.

Das US-Unternehmen wagt deutlich eher den Gang aufs Parkett und fühlt damit auch für Facebook vor. Der größte Börsengang der jüngeren Geschichte an der Wall Street soll im kommenden Jahr stattfinden. Wie stark Facebook dies vorantreibt, wird auch davon abhängen, wie sich Zynga nun bewährt. Der Marktführer bei den Social Games mit monatlich 260 Millionen aktiven Nutzern peilt Kreisen zufolge bei seinem Nasdaq-Debüt eine Bewertung von zehn Milliarden Dollar an. Dass die Früchte hoch hängen, zeigte der Handelsstart des asiatischen Wettbewerbers Nexon an der Tokioter Börse, der nicht so rund ablief wie erhofft.

Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland wird der Milliarden-IPO mit Argusaugen verfolgt. Die dominierenden Online-Spieleanbieter Wooga und Bigpoint erhoffen sich von Zynga Hinweise darauf, ob sie selbst einen IPO erfolgreich auf die Beine stellen könnten. „Wir drücken Zynga die Daumen, dass sich diese hohe Bewertung als nachhaltig erweist“, sagt Bigpoint-Chef Heiko Hubertz. Es sei auch ein Test für den gesamten Spiele-Markt. Zynga müsse sich von Facebook lösen und stärker auf andere Plattformen setzen.

Eine Emission hat auch Bigpoint - bekannt für Spiele wie „Seafight“ und „Battlestar Galactica“ - im Blick. Die Option eines Börsengangs sei charmant, verrät der Manager. Doch zuvor müsse Bigpoint weiter wachsen. Großes Ziel des Hamburger Unternehmens ist es, neben der Vermarktung eigener Spiele verstärkt auch als Online-Distributor zu agieren und mit dem Know-How durch die Präsenz in einzelnen Ländern zu punkten. Sich breiter aufzustellen, ist das Motto. Bisher verdient Bigpoint vor allem mit Browser-Spielen - also Spielen, die über die bekannten Webbrowser wie den Internet Explorer von Microsoft oder Apples Safari laufen.

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