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23.11.2011

16:19 Uhr

Aktienstrategie

Mit Top-Marken die Krise überstehen

VonJörg Hackhausen

An den Börsen spielen die Kurse verrückt. Anleger sollten sich dennoch nicht entmutigen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf bekannte Marken. Denen können Sie eher vertrauen als manchem Staat.

Coca Cola gilt als wertvollste Marke der Welt - und erfreut auch die Anleger. Reuters

Coca Cola gilt als wertvollste Marke der Welt - und erfreut auch die Anleger.

DüsseldorfSteve Jobs hat Apple zu einem Weltkonzern gemacht. Er hat am laufenden Band für Innovationen gesorgt. Der Tod des genialen Erfinders reißt eine riesige Lücke. Doch er hinterlässt ein bestens aufgestelltes Unternehmen. An der Börse ist Apple mehr als 350 Milliarden Dollar wert – das ist so viel wie die fünf größten Unternehmen im Dax zusammen. Und für eine kurze Zeit war Apple sogar mehr wert als jedes andere auf der Welt. Apple verdrängte vor einigen Wochen den Ölkonzern Exxon Mobile als größtes Unternehmen der Welt.

Der fabelhafte Aufstieg des Computerkonzerns hat sich auch für die Anleger ausgezahlt: Der Kurs der Apple-Aktie ist in den vergangenen fünf Jahren um 350 Prozent gestiegen. Anders ausgedrückt: Wer vor zehn Jahren 10 000 Dollar in die Aktie investiert hätte, der hätte daraus 45 000 Dollar gemacht.

Stimmen zur Schuldenkrise

Barack Obama, US-Präsident

„So lange Europa keinen konkreten Plan für den Kampf gegen die Krise hat, halten die Turbulenzen an den Finanzmärkten an.“

Mohamed El-Erian, Chef von Pimco

„Das, was wir in Griechenland im Schnelldurchlauf erleben, könnte eines Tages auch die USA erfassen, wenn sich die dortige Politik nicht ändert“

George Soros, Investor

„Die derzeitigen Maßnahmen sind nicht ausreichend, kommen zu spät und lösen weltweit Verwerfungen auf den Finanzmärkten aus“

Charles Plosser, Fed-Gouverneur

„Möglicherweise besitzen wir nicht die richtigen geldpolitischen Instrumente, um die Erkrankungen zu heilen, an denen das System leidet.“

Jose Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident

„Wir sind jetzt wirklich mit einer wahrhaft systemischen Krise konfrontiert“

Nicolas Sarkozy, französischer Staatspräsident

"Diejenigen, die den Euro zerstören, werden die Verantwortung dafür tragen, dass Konflikt und Trennung auf unserem Kontinent wieder auferstehen."

Angela Merkel, Bundeskanzlerin

„Europa ist heute in einer der schwersten Stunde, vielleicht der schwersten Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg.“

Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts

„Es wird für die Politiker immer schwerer, einen Kurswechsel durchzusetzen. Sie werfen immer mehr gutes Geld dem schlechten hinterher und überlassen das Problem der jeweils nachfolgenden Politikergeneration. […] Es kommen noch große Lasten auf Deutschland zu.“

Dirk Müller, Börsenhändler und Buchautor

"Wir haben nichts aus dem ersten Teil der Finanzkrise gelernt, es geht so weiter wie vorher."

Max Otte, Investor und Ökonom

„Die Schuldenberge, die wir aufgetürmt haben, lassen sich nur durch Inflation beseitigen. Alles andere wäre fatal. Wenn dagegen so etwas passiert wie 1929, also eine Phase extremer Deflation bis hin zur Depression, dann gute Nacht.“

Bert Flossbach, Vermögensverwalter

„Die Banken haben das Vertrauen, auf das sie mehr als jede andere Branche angewiesen sind, verspielt. Kein Wunder, dass der Kapitalmarkt kaum noch bereit ist, ihnen Geld zu leihen. Aufgeblähte Bilanzen, zu wenig Eigenkapital, falsche Anreizsysteme, komplexe Geschäfte und zunehmende Risiken machen Großbanken zu unkalkulierbaren Risiken für ihre Aktionäre, den Staat und damit die ganze Gesellschaft.“

Jürgen Heraeus, Unternehmer

„Ich bin besorgt, aber ich bin vor allem realistisch. Wir werden eine Abwertung bekommen, wir werden vielleicht sogar eine Inflation bekommen. Ich möchte das Wort Währungsreform nicht in den Mund nehmen, aber irgendwo müssen diese riesigen Schulden bleiben.“

Thorsten Polleit, Chefvolkswirt Barclays Capital Deutschland

„Die westlichen Länder stecken in der Wirtschafts- und Finanzkrise, einer Verschuldungskrise. Wie immer bei hoher Verschuldung ist die Gefahr groß, dass die Politik des Gelddruckens als das kleinste Übel angesehen wird. Ich lebe in ständiger Inflationssorge.“

Hans Olaf Henkel, Ex-BDI-Präsident

„Es gibt eine Alternative zur ‚alternativlosen’ Euro-Politik: den gemeinsamen Austritt Deutschlands, Hollands, Österreichs und Finnlands aus der Euro-Zone.“

Apple mag ein Ausnahmekonzern sein, aber er bestätigt eine Regel. Unternehmen, die weltweit bekannt sind und eine starke Marktposition haben, sind auch an der Börse erfolgreicher – vor allem in der Krise. Bei den großen Markenunternehmen finden Anleger die Sicherheit, die es bei Staatsanleihen nicht mehr gibt. „Eher wird der Schweizer Staat pleitegehen als dass Nestlé seine Schulden nicht mehr bedient“, so Bert Flossbach, Gründer und Vorstand der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch in Köln.

Im Angesicht von Schuldenkrise, Bankenbeben und drohendem Wirtschaftsabschwung sind Firmen erste Wahl, deren Produkte aus dem Alltag nicht wegzudenken sind. Noch besser ist es, wenn die Firma nicht nur in einem Land, sondern weltweit aktiv ist. Dann ist sie weniger anfällig für Schwierigkeiten in einzelnen Märkten. Und je leichter das Geschäftsmodell eines Unternehmens zu begreifen ist, desto einfacher ist es auch für Anleger, die langfristigen Geschäftsaussichten zu bewerten.

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