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18.02.2004

07:19 Uhr

Aktionärsschützer prangern Kapitalvernichter an und fordern schärfere Haftung für Vorstände und Aufsichtsräte

Allianz erweist sich als schlechtester Dax-Wert

VonFrank Matthias Drost (Handelsblatt)

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat traditionell ihre Liste mit den 50 deutschen Unternehmen erstellt, die im zurückliegenden Jahr an der Börse die meisten Werte vernichtet haben. Dieses Mal sind darunter nicht weniger als sechs Dax-Titel - doppelt so viele wie noch 2002.

Wer auf WCM setzte, verlor an der Börse das meiste Geld. Foto: dpa

Wer auf WCM setzte, verlor an der Börse das meiste Geld. Foto: dpa

BERLIN. Die Beteiligungs- und Immobiliengesellschaft WCM führt die Liste der 50 größten Verlustbringer an, die die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) gestern in Berlin vorgestellt hat. "Wer diesem Unternehmen aus dem MDax vor fünf Jahren 10 000 Euro anvertraute, hatte Ende 2003 gerade mal noch 6 260 Euro", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Im Fokus der Aktionärsschützer standen 391 deutsche Unternehmen aus dem Prime Standard. Sechs Unternehmen der 50 größten Kapitalvernichter sind dabei Dax-Werte - darunter Allianz und Münchener Rück - fünf gehören dem MDax an. Untersucht und gewichtet wurde, was die Aktien in den vergangenen fünf Jahren, drei Jahren sowie im vergangenen Jahr gebracht haben.

Besorgt zeigte sich Hocker über die Bewertung von Tech-Aktien: "Werte wie Ebay, Yahoo oder Amazon haben schon wieder Bewertungsniveaus erreicht, die von denen des Jahres 2000 nicht mehr weit entfernt sind. Anleger hätten offenbar ein kurzes Gedächtnis.

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