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15.01.2004

08:24 Uhr

Analysten legen grundlegende Skepsis über Werte wie GPC, Morphosys ab und empfehlen einzelne Titel zum Kauf

Biotech-Aktien erscheinen in neuem Licht

VonAnna Trömel (Handelsblatt)

Die an der deutschen Börse notierten Biotech-Aktien werden nach Einschätzung von Analysten in diesem Jahr weiter zulegen. Und die ersten Tage im neuen Jahr waren bereits vielversprechend: Nachrichten aus dem bayerischen Biotech-Zentrum Martinsried bescherte den dort ansässigen Unternehmen GPC Biotech, Medigene und Morphosys kräftige Kursgewinne.

FRANKFURT/M. Aufwärts gehen könnte es nach Meinung einiger Analysten in den kommenden Monaten auch mit den Zulieferern Evotec und Qiagen.

„Mein Favorit ist GPC“, sagt WestLB-Analyst Daniel Wendorff. Er empfiehlt den Titel, den er nach eigenen Angaben auch privat hält, mit dem Kursziel elf Euro zum Kauf. Damit hätte die Aktie nach oben noch deutlich Luft. Nach dem das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung seiner Freude über eine Zahlung von 1,55 Mill. $ vom Kooperationspartner Altana für das Erreichen vereinbarter Ziele Luft machte, verteuerte sich das Papier um knapp 2,5 % auf 8,50 Euro.

Während GPC bereits seit längerem die Gunst der Analysten genießt, findet sich neuerdings auch die im vergangenen Jahr zeitweise noch als Wackelkandidat in Sachen Liquidität geltende Morphosys AG auf den Empfehlungslisten wieder. Nachdem das Unternehmen kurz hintereinander eine Kooperation mit Pfizer und eine Erweiterung der bestehenden Zusammenarbeit mit Bayer abschloss, sieht DZ-Bank-Analyst Thomas Höger den Titel als „Kauf“. Den fairen Wert des derzeit um 11,80 Euro gehandelten Papiers sieht er bei 14,40 Euro.

Weit weniger optimistisch fallen die Prognosen für Medigene aus, das vor wenigen Wochen als erstes börsennotiertes Biotech-Unternehmen in Deutschland die Zulassung für ein Medikament erhalten hat. Während WestLB-Analyst Wendorff noch keine Bewertung abgibt, nachdem der Titel im vergangenen Herbst aus dem TecDax gefallen ist, lautet die Empfehlung der DZ Bank: „verkaufen“. Daran ändert auch die Nachricht nichts, dass das Unternehmen mit Yamanouchi einen Vermarktungspartner für das Prostatakrebskmittel Leuprogel gefunden hat. Trotz der damit einhergehenden Zuflüsse hält Höger die Liquiditätssituation des Unternehmens noch für angespannt.

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