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20.04.2016

17:56 Uhr

Analysten-Prognosen

Wie weit der Dax noch nach oben pirscht

VonGeorgios Kokologiannis

Seit dem Jahrestief im Februar hat der Dax mittlerweile rund zwanzig Prozent zugelegt. Welche Börsenentwicklung die Analysten der öffentlichen Banken wie Helaba, NordLB oder Deka in den kommenden Monaten erwarten.

Wie weit treibt die jüngste Rally den deutschen Aktienindex? dpa

Dax-Tafel an der Frankfurter Börse

Wie weit treibt die jüngste Rally den deutschen Aktienindex?

FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt haben in den vergangenen Tagen deutlich steigende Kurse gesehen. Am Mittwoch markierte der Dax bei 10.421 Punkten den höchsten Schlusskurs dieses Jahres. Doch wie geht es nun nach der jüngsten Rally weiter? Die Anlageexperten der öffentlichen Banken zeigen derzeit vorsichtig optimistisch: Auf Sicht von sechs Monaten sehen sie den Dax im Schnitt bei 10.540 Punkten – die Zwölf-Monats-Prognosen taxieren den deutschen Leitindex bei durchschnittlich 11.240 Zählern. Das geht aus der neusten Aktienmarktprognose des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) hervor, die am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt worden ist. Bezogen auf die aktuelle Notierung wäre dies Aufwärtspotenzial von rund einem sowie sechseinhalb Prozent.

Besonders hohe Renditechancen erwarten die Kapitalmarktprofis der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die den Dax bis Oktober auf 11.200 Punkte steigen sehen und auf Sicht von einem Jahr sogar 12.000 Zähler als Zielmarke ausrufen. Laut dem Helaba-Strategen Markus Reinwand sei am Aktienmarkt gerade bei Euro-Titeln die recht attraktive Bewertung wieder stärker in den Fokus gerückt. Im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen seien die Dax-Werte derzeit so günstig wie zuletzt 2008/2009 und 2011/2012, sagte Reinwand in Frankfurt. Damals sei dies der Startschuss für markante Kurszuwächse gewesen.

„Für eine Verstetigung des Kursanstieges kommt es nun allerdings darauf an, dass sich die Erholungsanzeichen bei den konjunkturellen Frühindikatoren fortsetzen und somit auch die Perspektiven für die Entwicklung der Unternehmensgewinne aufhellen“, so Reinwand.

Am wenigsten trauen dem deutschen Börsenbarometer dagegen die Fachleute der Dekabank zu. Ihre Kursprognosen für die beiden Betrachtungsperioden liegen nur bei 10.000 sowie 10.500 Punkten. Als bedeutenden Belastungsfaktor nennt Dekabank-Aktienstratege Joachim Schallmayer das konjunkturelle Umfeld. Dieses können sich zwar zunehmend stabilisieren – „dass dieses Umfeld für den Unternehmenssektor dennoch sehr herausfordernd ist, lässt sich an der Entwicklung der Unternehmensgewinne ablesen“, so der Fachmann.

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