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05.03.2011

10:16 Uhr

Anlageempfehlung

Experte rät zu Gold und anderen Rohstoffen

VonOliver Postler

Die Inflation könnte kurzfristig weiter steigen. Anleger können sich mit inflationsgeschützten Anleihen absichern.

Experte Oliver Postler empfiehlt in Zeiten der Inflation in Gold und Rohstoffe zu investieren. Quelle: dpa

Experte Oliver Postler empfiehlt in Zeiten der Inflation in Gold und Rohstoffe zu investieren.

Düsseldorf Waren es bislang primär die Schwellenländer in Asien, die unter einem zunehmenden Inflationsdruck litten, so müssen sich künftig auch die Industrieländer auf wieder schneller steigende Verbraucherpreise einstellen. Zuletzt beschleunigte sich die Inflation in der Euro-Zone auf 2,4 Prozent. Unserer Ansicht nach könnte die Teuerung kurzfristig durchaus noch weiter steigen. Verteuern sich Energie und Lebensmittel auch dieses Jahr um die Hälfte, würde die Gesamtinflation im Dezember 2011 auf rund 3,25 Prozent klettern. Dies würde bedeuten, dass der Preisauftrieb 2011 ähnlich stark ausfallen würde wie im Vorjahr. Nimmt man noch moderate Zweitrundeneffekte wie etwa Lohnerhöhungen hinzu, müsste man sogar mit 3,5 Prozent rechnen. Ursache für die anziehende Inflation sind vor allem die Rohstoffe, die immer teurer werden.

Das ist auf die ständig steigende Rohstoffnachfrage zurückzuführen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Da ist zum einen die jüngste Beschleunigung der weltwirtschaftlichen Entwicklung. So sind die Geschäftsklima- beziehungsweise Einkaufsmanagerindizes vieler Industrie- und Schwellenländer weiter spürbar gestiegen – zum Teil auf Mehrjahreshochs. Das signalisiert, dass die globale Industrieproduktion nach dem Durchhänger im Sommer letzten Jahres wieder Fahrt aufgenommen hat. Davon profitieren naturgemäß Industrierohstoffe wie Energieträger und Basismetalle am meisten.

Da sind zum Zweiten die weltweiten Wetterkapriolen, die zum Teil auf das La-Niña-Klimaphänomen zurückzuführen sind. Australien scheint überhaupt nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Der Flutkatastrophe folgte der Jahrhundertzyklon Yasi – der schlimmste seit 1918 – und dann folgten die Waldbrände in Westaustralien. Minen mussten geschlossen werden, Ernten wurden vernichtet und die Infrastruktur stark beschädigt. Das hat die Preise vieler Rohstoffe nach oben getrieben. Schließlich ist der Kontinent einer der größten Rohstoffexporteure der Welt. Auf der anderen Hälfte der Erdkugel, vornehmlich in den USA, haben Schnee und Eis nicht nur die Energienachfrage in die Höhe schießen lassen, sondern auch den Hoffnungen auf eine gute Winterweizenernte einen herben Schlag versetzt.

Kommentare (5)

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hal

05.03.2011, 12:16 Uhr

Inflation ist Gelddrucken. Teuerung ist früher oder später die Folge.

Goldfreund

05.03.2011, 20:14 Uhr

Wo waren denn nur die sogenannten Expertenempfehlungen als eine Unze noch weniger als 350 Euro kostete? Da habe ich massiv eingekauft (bin kein Experte, aber wohl mit ein wenig mehr Weitsicht ausgestattet).
Die Meldungen in den Medien folgen meist nur dem Trend, mit Silber das gleiche Spiel. Vorher war darüber nichts zu lesen.
Wer auf den schon schnell fahrenden Zug aufspringen möchte, hat vielleicht noch Glück, oder fällt auf die Nase.

gehteuchnixan

06.03.2011, 10:43 Uhr

Priceaction makes market commetar!
Ich weiss noch vor 3-4 wochen wie sie das gegeneteil behauptet haben ^^ entscheidet euch endlich mal!!!

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