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21.03.2012

13:45 Uhr

Anlageklassen im Vergleich

Wo das Geld gut aufgehoben ist

VonKirsten Krumrey

Anleger sehnen sich nach Sicherheit und Rendite. Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Trotz kurzfristiger Schwankungen haben sich einige Anlageklassen langfristig bewährt. Wir zeigen, welche.

Gold, Öl, Aktien - welche Anlageform verspricht längerfristig Sicherheit? dpa

Gold, Öl, Aktien - welche Anlageform verspricht längerfristig Sicherheit?

DüsseldorfNachrichten, Vermutungen und Gerüchte treiben die Aktienmärkte. Kaum eine Entwicklung, die die Kurse nicht beeinflusst. Gerade in Zeiten der Schuldenkrise in der Euro-Zone reagieren Investoren empfindlich. Abstürze und Schocks können Anleger eine Menge Geld kosten. In unsicheren Zeiten wächst der Wunsch nach einem sicheren Ort für das Vermögen.

Doch die Wahl zwischen mageren Renditen bei Bundesanleihen und starken Schwankungen bei Aktien fällt nicht leicht. "Die sicheren Häfen der vergangenen Jahre waren Gold und Bundesanleihen", sagt Carsten Mumm, Leiter Asset Management bei Donner & Reuschel.

Das bestätigt das Rendite-Risiko-Radar, das Handelsblatt Online in Kooperation mit der Privatbank erstellt. In den Grafiken ist das Jahr des Ankaufs vertikal und das Jahr des Verkaufs horizontal abgetragen. Daran lässt sich ablesen, wann der beste Zeitpunkt für den Ein- oder Ausstieg gewesen wäre. Die Entwicklung lässt sich natürlich nicht in die Zukunft fortschreiben. Mumm warnt: "Ob diese Anlageformen weiter so gut laufen werden, ist mehr als fraglich." Die Kurse seien in den vergangenen Jahren derart stark gestiegen, dass "die Gefahr eines Rückschlags groß ist". Dennoch lohnt der Blick in die Vergangenheit, um zu erfahren, welche Anlageklassen langfristig überzeugen.

Der Dax schneidet bei der Betrachtung im Rendite-Risiko-Radar für die vergangenen zehn Jahre positiv ab. In mehr als drei Vierteln der Szenarien erzielten Anleger eine positive Rendite. Doch ein Anleger, der zur falschen Zeit am falschen Ort war, hat davon wenig. Wer 2001 in den Dax investierte und im Folgejahr wieder ausstieg, machte einen Verlust von sagenhaften 44 Prozent.

Gerade in den Krisenjahren hätte man Aktien besser gemieden oder den Verlust ausgesessen und auf bessere Zeiten gehofft. Wer hingegen 2002 kaufte, der konnte seitdem mit jedem Verkaufsjahr eine starke Rendite von mindestens acht Prozent erzielen. Mehr als 37 Prozent erzielte derjenige, der bereits 2003 wieder verkaufte. Im Nachhinein betracht war 2002 ein großartiges Jahr, um deutsche Aktien zu kaufen. Ähnliches wird man später vielleicht über das Jahr 2008 sagen.

Und wie sieht es aktuell aus? "Aus fundamentalen Gesichtspunkten sind Aktien derzeit relativ günstig bewertet", sagt Carsten Mumm. Die Chancen auf eine ordentliche Rendite stehen daher nicht schlecht. Doch risikofrei sind Aktien bekanntlich nicht. Gerade vor dem Hintergrund der Schuldenkrise sind weitere Schwankungen bei Aktienkursen zu erwarten.

Christian Kahler, Analyst der DZ Bank rät von umfangreichen Aktienengagements derzeit ab. Grund ist die "zunehmende Diskrepanz zwischen Kursen und Gewinnschätzungen". Vor allem für die ersten beiden Quartale des Jahres erwartet Kahler wegen der langsameren Konjunktur schwache Quartalszahlen. Die starke Performance zu Beginn des Jahres ist laut Kahler hauptsächlich der massiven Liquiditätszufuhr durch die Europäische Zentralbank zu verdanken. Einen weiteren Kursanstieg sieht er nicht - weil sich die Konjunktur noch nicht erholt hat.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

21.03.2012, 14:33 Uhr

Wieder einmal ein völlig sinnloser Artikel, der keinerlei Lösung bietet.

Account gelöscht!

21.03.2012, 14:34 Uhr

Wieder einmal ein völlig sinnloser Artikel, der nichts beantwertet und alles offen lässt.

Account gelöscht!

21.03.2012, 14:34 Uhr

Ich empfehle immer wieder "Teak als Kapitalanlage".
Allerdings sollte man sich gerade bei den Big Playern gründlich informieren. Gerade die Firmen, die große Marketing-Kampagnen fahren, blasen das Geld der Anlager meist wie bei vielen Schneeballsystemen für die Neukundengewinnung raus.
Sinnvoll sind kleinere aber solide Firmen für Anleger ab 30000 Euro.
Andere, die wirklich auch die Kleinkunden mit 50 Euro Anlagesumme abgrasen wollen, scheinen es irre nötig zu haben.

Man muss auch ein wenig zu der Vergangenheit der Firmen recherhieren. Life Forestry war mal Prime Forestry und was mit denen passiert ist ... kann man ergooglen.

Ansonsten ist Wald halt perfekt als Inflationsschutz zu gebrauchen. Er wächst ständig - der Wert erhöht sich im Gegensatz zu GOld permanent - und das exponentiell.
So haben im Mittelalter viele reiche Familien ihren Besitz über die Jahrhunderte bewahrt - und das wird uns auch bei der kommenden Krise schützen.

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