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17.09.2012

10:39 Uhr

Anlagestrategie

„100 Prozent in Aktien“

Aktien sind momentan bei Investoren nicht sonderlich populär – trotz der Rally. Das dürfte sich in Zukunft ändern, sagen drei der erfolgreichsten Vermögensverwalter der Welt. Jetzt sei der richtige Einstiegszeitpunkt.

Händler an der New Yorker Wall Street. dapd

Händler an der New Yorker Wall Street.

New YorkJeffrey Gundlach, Bill Gross und Laurence D. Fink gehören zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vermögensverwaltern der Welt. Aber noch eines haben sie gemeinsam: sie kaufen Aktien. Nachdem die Anlageklasse in den vergangenen Jahren nicht zu den Favoriten in den Portfolios der Experten gezählt hatte, sehen sie jetzt den Zeitpunkt zum Einstieg gekommen.

Gundlach, der Verwalter des 32 Mrd. Dollar schweren Anleihefonds DoubleLine Total Return Bond Fund, hatte sich bislang auf Bonds fokussiert. Nun überlegt er jedoch, Aktienfonds in das Angebot seiner Hedgefonds-Gesellschaft DoubleLine Capital aufzunehmen. Er rechnet nicht damit, dass Aktien ein weiteres verlorenes Jahrzehnt durchmachen werden, wie dies von 2000 bis 2010 war, als der Standard & Poor's 500 Index 14 Prozent einbüßte.

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„Kurzfristig könnten Aktien vor Herausforderungen stehen”, sagte Gundlach bei der Veranstaltung Bloomberg Markets 50 Summit in New York. „Aber ich glaube nicht, dass wir ein weiteres verlorenes Jahrzehnt oder verlorene 15 Jahre sehen werden.”

Gross, der Verwalter des weltgrößten Anleihefonds, flirtet schon seit längerem mit Aktien. Schon vor drei Jahren wandte sich Pacific Investment Management (Pimco) der Anlageklasse zu und rechnet damit, dass die Renditen diejenigen bei Bonds schlagen werden. Die weltweit pessimistischsten Vermögensverwalter setzen mittlerweile darauf, dass die Märkte nicht mehr auf ihre Tiefstände von März 2009 zurückfallen werden.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Fink, der Chief Executive Officer von Blackrock, dem weltgrößten Vermögensverwalter, fordert Investoren mittlerweile dazu auf, sich aus Barmitteln und Bonds zurückzuziehen und das Geld stattdessen lieber in Aktien zu stecken.

Kommentare (11)

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Stula

17.09.2012, 10:55 Uhr

Er rechnet nicht damit, dass Aktien ein weiteres verlorenes Jahrzehnt durchmachen werden, wie dies von 2000 bis 2010 war, als der Standard & Poor's 500 Index 14 Prozent einbüßte.
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Hoffnungslos verloren hat der Artikel. DotCom-Blase und Dividendenausschüttungen werden nicht mal erwähnt.

Account gelöscht!

17.09.2012, 11:51 Uhr

Jetzt Aktien kaufen – noch schneller werden Sie Ihr Geld nicht los.
Seit Ausbruch der Finanzbetrugskrise anno 2008, als ein Bruchteil der Finanzbetrügereinen das Licht der Öffentlichkeit erblickten, wurde das Finanzbetrugssystem immer wieder und immer wieder mit neuen Billionentransfers der ehrlichen Steuerzahler am Leben erhalten.
Die Bankster weltweit sitzen lt. dem Quartalsbericht der BIZ vom Juni 2008 immer noch auf über 600 Billionen $ absolut wertloser „Vermögensanlagen“, aus den Bilanzen in Schattenbanken ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Zusammenbruch zu bewahren.
Die drei größten US-Banken haben ca. 200 Billionen $ absolut wertloser Papierschnipsel in ihren Büchern. Was sagt uns das? Lehman im Quadrat steht uns also erst noch bevor.

Allein in den letzten 4 Jahren hat sich deshalb die Weltverschuldung von 64 Bio. auf über 96 Bio. $, also um 50% erhöht. Was sagt uns das?

Die derzeitige Situation entspricht exakt 1:1 der von 1929. Was dann geschah können wir in den Geschichtsbüchern nachlesen. Nur diesmal kommt des gleich um mehrere Potenzen dicker als damals. Der ganz große Crash, den können wir nicht mehr aufhalten, Gott sei Dank.

Wenn über mehrere Jahre hinweg die Realwirtschaft und die ehrlichen Arbeiter für die Finanzbetrugsmafia malochen und mit Hilfe unserer Politiker von ihnen ausgeplündert werden, dann ist der ganz große Crash mehr als nur überfällig.

Jetzt sein Vermögen und seine Ersparnisse zum Werterhalt günstig und sicher in Rohstoffe und Edelmetalle umschichten und nach dem großen Crash Aktien kaufen, zu einem Bruchteil der derzeitigen Kurse, von Firmen, die den Crash überlebt, bzw. neu firmiert haben.

So wird da ein Schuh daraus.

Account gelöscht!

17.09.2012, 11:52 Uhr

Ende – Aus – Neustart
Im Gespräch: Steve Keen, 08.01.2010
Rund 80 Prozent der Tarp-Gelder, die dazu gedacht waren, die Wirtschaft zu beleben, gingen direkt in Spekulationen an den Aktienmärkten. Alleine deswegen sind die Aktienkurse so stark gestiegen. Wenn wir künftig zurückblicken, werden wir sehen, dass wir uns in der größten Finanzblase aller Zeiten befinden. Ein Grund dafür ist der Bankensektor, der völlig außer Kontrolle geraten ist. Der zweite liegt in der neoklassischen Wirtschaftstheorie, die die Entwicklung theoretisch unterlegte und rechtfertigte. Um die Wiederholung zu vermeiden, müssten dogmatische Ökonomen und der Finanzsektor bluten. Stattdessen jedoch wird er wieder zum selben Verhalten ermuntert, das uns direkt in die Krise brachte.
Das herrschende neoklassische Wirtschaftsdogma ignoriert in seinen Modellen die Kreditgeldschöpfung durch die Banken. Die Lösungsvorschläge der „Experten“ sind darum alle zum Scheitern verurteilt und die Politik schlecht beraten. Steve Keen, Wirtschaftsprofessor aus Australien, schlägt für die Schuldkrise folgende radikale Lösung vor:

Schuldabschreibung, Bankrott der Banken, Verstaatlichung der Geldschöpfung, Neustart

Das Ponzi- Geldsystem ist einfach am Ende eines Zyklus angelangt. Wir brauchen ein Schulden-Reset und eine Reform der Geldordnung damit der Unsinn dann nicht von vorne beginnt.
Steve Keen schlägt darum für die Schuldkrise folgende radikale Lösung vor: 1.) Schuldabschreibung 2.) Bankrott der Banken 3.) Verstaatlichung der Geldschöpfung 4.) Neustart. „Um das System zu rekalibrieren, müssen wir wegkommen von der Kreditschöpfung der Banken und zurückkehren zum so genannten Fiat-Money der Zentralbank.“ Eine Forderung wie sie einige Ökonomen u.a. die Monetative zur Lösung der Krise vorschlagen.
http://siggi40.de/geld-ii/

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