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20.09.2012

12:52 Uhr

Anlagestrategie

Das sind Aktien für das aktuelle Marktumfeld

VonAnton Riedl
Quelle:WirtschaftsWoche

Die großen Aktienindizes sind zuletzt deutlich geklettert. Viele Anleger fragen sich, ob sie jetzt noch einsteigen sollen. "Jein", sagen Vermögensprofis. Auf die Auswahl der richtigen Aktien kommt es an.

Börsensaal in Frankfurt. dpa

Börsensaal in Frankfurt.

DüsseldorfDie Diskussion über die Geldpolitik der EZB hat durch die jüngste Ankündigung ihres Chefs Mario Draghi, bei Bedarf unbegrenzt Staatsanleihen schwächelnder Euro-Staaten zu kaufen, an Schärfe zugenommen. Indes, unter der derzeitigen Führung dürfte sich am bisherigen Kurs wenig ändern. Die Schleusen bleiben also geöffnet, solange es Bedarf gibt, in Amerika wie in Europa.

Eine andere, für die Märkte wichtigere Seite als die aktuelle nachhakende Diskussion ist, wie sich diese Geldpolitik dann wirklich auswirkt. Die vorherrschende Meinung an den Märkten hat sich durch die Reaktionen an den Börsen manifestiert: Sie ist positiv, geht davon aus, dass der Euro gerettet werden kann, Europa überlebt und die Konjunktur sich nach einigen schwachen Monaten wieder fängt.

Heiße Aktien: Das sind die Turnaround-Kandidaten

Heiße Aktien

Das sind die Turnaround-Kandidaten

Die Krise als Chance: Wer mutig ist und Verluste aushalten kann, kann einen Blick auf Aktien werfen, die in Ungnade gefallen sind. Nicht alle sind so schlecht, wie die Börsianer denken. Eine Übersicht.

Das ist auch das Szenario, das an dieser Stelle derzeit als wahrscheinlich eingestuft wird. Immerhin, das ZEW-Konjunkturbarometer ist nach sechs Monaten Talfahrt nun wieder gestiegen – der Optimismus wächst, auch als Folge der Notenbankpolitik.

Indes, die Mühen der Ebene können lang werden und an den Nerven zerren. Beispiel Spanien: Regierungschef Rajoy will schon, dass die EZB spanische Staatsanleihen kauft; der Einfluss auf die eigene Politik aber soll so gering wie möglich sein. In Griechenland, immerhin, ist von Fortschritten bei der Stabilisierung die Rede; sogar Juncker spendet Lob.

Aktien für Langfrist-Anleger

AmBev

Guter Schutz gegen die Euro-Krise bietet die Brauerei aus Brasilien. Sie wächst vor allem in den Schwellenländern, ist aber weltweit präsent und nahezu schuldenfrei.
Börsenwert in Millionen Euro: 81674
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 20,7
Dividendenrendite: 0,9 Prozent.

Apple

Trotz der imposanten Rally ist die Aktie nicht teuer. Gewinn und Umsatz wachsen gar schneller als der Börsenwert.
Börsenwert in Millionen Euro: 428190
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 12,5

Dividendenrendite: 1,6 Prozent.

Baidu

Der Konzern verliert zwar Marktanteile, wächst aber insgesamt nach wie vor rasant im chinesischen Internet-Markt. Die Aktien sind günstig.
Börsenwert in Millionen Euro: 29197
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 16,8
Dividendenrendite: keine

British American Tobacco

Der Tabakkonzern aus Großbritannien kann trotz der immer strenger werdenden Gesetze jedes Jahr Umsatz, Gewinn und Dividende steigern. Besonders stark ist das Unternehmen in den asiatischen Schwellenländern.
Börsenwert in Millionen Euro: 75886
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 13,8
Dividendenrendite: 4,6 Prozent

CF Industries

Der hochprofitable und dividendenstarke US-Düngemittelkonzern profitiert vom steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln weltweit.
Börsenwert in Millionen Euro: 11021
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 8,8
Dividendenrendite: 0,8 Prozent

Deckers Outdoor

Ein Ende der jahrelangen Wachstumsstory ist noch immer nicht absehbar. Die Aktie ist günstig.
Börsenwert in Millionen Euro: 1300
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 8,5
Dividendenrendite: keine

Elekta

Der Medizintechniker ist besonders stark in der Krebs-Medizin, einem wachsenden Zweig.
Börsenwert in Millionen Euro: 3671
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 18,4

Dividendenrendite: 1,5 Prozent

Kia Motors

Die neuen Modelle des schnell wachsenden Automobilherstellers gewinnen derzeit alle Qualitätstests.
Börsenwert in Millionen Euro: 202557
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 5,9
Dividendenrendite: 0,8 Prozent

Novo Nordisk

Der dänische Pharma-Konzern ist bei Diabetes-Medikamenten mit einem Anteil von über 51 Prozent weltweit Marktführer.
Börsenwert in Millionen Euro: 67311
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 20,4
Dividendenrendite: 1,6 Prozent

Millicom Cellular

Das Mobilfunkunternehmen aus Luxemburg hat ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt, indem es preisgünstige Handy-Einsteiger-Tarife in Schwellenländern verkauft.
Börsenwert in Millionen Euro: 7195
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 12,6

Dividendenrendite: 2,9 Prozent

Salesforce.com

Das Software-Unternehmen profitiert mit seiner Miet-Software vom weltweiten Trend zum Cloud Computing. Das Geschäft gilt als krisensicher.
Börsenwert in Millionen Euro: 16508
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 76,4
Dividendenrendite: keine

Shire

Der britische Pharma-Konzern hat zahlreiche neue Medikamente auf den Markt gebracht. Seine Aktien sind nicht hoch bewertet.
Börsenwert in Millionen Euro: 13305
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 14
Dividendenrendite: 0,5 Prozent

Vodafone

Das Unternehmen ist besonders stark in Afrika. Sein Umsatz nimmt leicht zu.
Börsenwert in Millionen Euro: 106910
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 10,5
Dividendenrendite: 6,1 Prozent

Williams Partners LP

Der Öl-Konzern profitiert von der Steuergesetzgebung in den USA und kann ein sehr hohes Umsatzwachstum vorweisen.
Börsenwert in Millionen Euro: 14171
Kurs-Gewinn-Verhältnis: 19,5
Dividendenrendite: 6,1 Prozent

Für die nächsten Monate kommt es darauf an, kurze Unsicherheiten oder sogar Enttäuschungen (etwa Meldungen über konjunkturelle Schwächen) von der grundlegenden Aufwärtstendenz zu unterscheiden. Die wird an den großen Aktienmärkten solange anhalten, solange die Wirtschaft nicht wieder zu sehr abstürzt, die Inflation nicht aus dem Ruder läuft und die Zinsen nicht exorbitant steigen. Alle drei Entwicklungen spielen sich derzeit in einer verträglichen Bandbreite ab – und deshalb ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Aufwärtstrend an den Börsen fortsetzt.

Kommentare (1)

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Apple

20.09.2012, 10:02 Uhr

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Jetzt noch Apple zu empfehlen, ob wohl sie seit Jahren gestiegen sind, ist wohl leider etwas zu spät. Irgendwann werden die Leute die Apple Produkte nicht mehr so lieben, dass sie bereit sind, jeden so hohen Preis dafür zu bezahlen.

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