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24.01.2014

12:38 Uhr

Anlagestrategie

Die Deutschen halten immer höhere Geldvermögen

Auch wenn die Zinsen derzeit mickrig sind: Das Geldvermögen der Deutschen steigt unaufhörlich weiter. Dazu tragen kräftige Kursgewinne an den Aktienmärkten bei. Dennoch setzen die Menschen auf Bargeld oder Girokonten.

Auch wenn die Geldvermögensbildung über Bankeinlagen einschließlich Bargeld etwas schwächer ausfiel als in den Vorquartalen, bildete sie mit knapp 12 Milliarden Euro einen bedeutenden Anteil an der gesamten Geldvermögensbildung. dpa

Auch wenn die Geldvermögensbildung über Bankeinlagen einschließlich Bargeld etwas schwächer ausfiel als in den Vorquartalen, bildete sie mit knapp 12 Milliarden Euro einen bedeutenden Anteil an der gesamten Geldvermögensbildung.

FrankfurtAuch dank der Kursanstiege an den Börsen klettert das Geldvermögen der Deutschen auf immer neue Rekordhöhen. Im dritten Quartal 2013 wuchs das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Vorquartal um 48 Milliarden Euro oder ein Prozent auf den Höchstwert von rund 5 070 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Knapp 32 Milliarden Euro der Vermögensbildung basierten auf Transaktionen, gut 16 Milliarden Euro auf positiven Bewertungseffekten vor allem bei Aktien und Investmentzertifikaten. Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten.

Obwohl die Kurse an den Börsen auch 2013 kräftig in die Höhe schossen, trennten sich die Menschen hierzulande von Juli bis September im Saldo von Aktien im Wert von vier Milliarden Euro. Das deute auf die anhaltende Risikoaversion der privaten Haushalte hin, erklärte die Bundesbank.

Auch festverzinsliche Wertpapiere einschließlich Geldmarktpapieren verkauften die Menschen. Mit einer Milliarde Euro netto reduzierten sie diese Anlageform aber weniger stark als im Vorquartal, als sie Papiere in Höhe von knapp sechs Milliarden Euro abstießen.

Kommentare (1)

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24.01.2014, 18:04 Uhr

"Die Deutschen halten immer höhere Geldvermögen"

Wie das mit Durchschnitten so ist: Die wahren Verhältnisse geben sie nicht transparent wieder. Laut der letzten OECD-Studie, die die deutsche Bundesregierung aus gutem Grund nicht veröffentlichen wollte, vereinen die oberen 10 % der Deutschen knapp 70 % des Vermögens auf sich, während die unteren 50 % der Deutschen sich 1 (ein !!) % des Vermögens teilen.
Man kann auch sagen, eine Hälfte der Deutschen hat schon nichts mehr, da darf nicht die Waschmaschine kaputtgehen.
Interessant auch, dass die oberen 30 % seit Euroeinführung ihren Anteil am Vermögen von 80 auf 90 % gesteigert haben.
Brisant, wenn man diese Zahlen herumdreht: Dann haben 70 % der Deutschen ihren relativen Anteil von 20 % auf 10 % reduziert (bekommen).
70 % der Deutschen haben seit Euroeinführung die Hälfte ihres Vermögens verloren.

"Die Deutschen halten immer höhere Geldvermögen"
Wer sind sie denn, "Die Deutschen"

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