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14.01.2015

13:59 Uhr

Anlagestrategie

Diese Aktien profitieren vom schwachen Euro

Quelle:Börse am Sonntag

In Europa reiben sich exportorientierte Unternehmen die Hände. Die Euro-Schwäche vergrößert ihre Gewinne. Davon können Anleger profitieren. Welche Werte der fallende Euro antreibt.

Eine Euro-Dollar-Parität wird immer wahrscheinlicher – zur Freude der europäischen Exporteure. Mit einem schwachen Euro steigen ihre Profite. Reuters

Eine Euro-Dollar-Parität wird immer wahrscheinlicher – zur Freude der europäischen Exporteure. Mit einem schwachen Euro steigen ihre Profite.

Die düsteren Nebel des vergangenen Jahres als vor allem der russisch-ukrainische Konflikt sowie die Kämpfe in Syrien und im Irak den Ausblick auf das neue Jahr belastet haben, haben sich verflüchtigt – und das nicht zuletzt wegen der Euro-Schwäche. Viele Experten gehen davon aus, dass sich der Abwärtstrend des Euro und der konjunkturelle Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr fortsetzen werden.

Die EZB setzt alles daran, das Gespenst der Deflation durch eine schwache Währung und längerfristig niedrige Zinsen zu bekämpfen. Experten halten eine Währungsparität, also ein Wechselkurs von 1:1 zwischen Euro und US-Dollar, in der nächsten Zeit nicht für unwahrscheinlich.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es noch tiefer geht. Im Oktober 2000 wurden nur rund 0,82 US-Dollar für einen Euro gezahlt. Wie stark die schwache Gemeinschaftswährung wirkt, darüber sind die Experten uneins. Skeptiker verweisen darauf, dass 40 Prozent des deutschen Exports in Euro-Länder geht, woraus zunächst kein direkter positiver Währungseffekt für die Unternehmen erwächst.

Allerdings stärkt der schwache Euro nicht nur die Stellung Deutschlands an den Weltmärkten, sondern auch die der krisengeplagten südeuropäischen Länder. Sollte es gelingen, dass Spanien, Portugal und Co. wieder konkurrenzfähiger werden, steigt aus diesen Ländern auch wieder die Nachfrage nach deutschen Produkten.

Der Euro im Vergleich zu anderen Währungen 2014

Dollar

-11,47 Prozent

Der Euro hat gegenüber dem Dollar deutlich an Boden verloren. Die Wirtschaft der USA brummt und hängt die Konjunktur der Euro-Zone deutlich ab.

Yen

+ 1,26 Prozent

Gegenüber dem Yen hat der Euro zugelegt. Die Bank of Japan flutet den Markt derzeit mit Geld, um die eigene Währung zu schwächen und die Wirtschaft anzukurbeln.

Pfund

- 5,77 Prozent

Brasilianischer Real

- 0,09 Prozent

Australischer Dollar

- 3,44 Prozent

Kanadischer Dollar

- 3,33 Prozent

Norwegische Krone

+ 8,94 Prozent

Schwedische Krone

+ 7,18 Prozent

Schweizer Franken

- 1,95 Prozent

Türkische Lira

- 4,2 Prozent

Rubel

+ 49,47 Prozent

Quelle: Bloomberg

Damit kann sich für deutsche Unternehmen quasi ein positiver Währungseffekt über Bande ergeben. Direkt vom schwachen Euro profitieren Flugzeughersteller wie Airbus, deren produzierte Flieger in US-Dollar abgerechnet werden. Rückenwind verspüren auch Rohstoffveredler wie der Kupferhersteller Aurubis. Das Schmelzen von Kupfer wird dem Konzern ebenfalls in US-Dollar vergütet.

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