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30.09.2012

13:52 Uhr

Anlagestrategie

Frauen beflügeln den Aktienkurs

VonChristian Schnell

Laut einer Studie entwickeln sich Aktien von Unternehmen mit Frauen in der Führung besser als männerdominierte Konzerne. Denn diese Firmen sind weniger verschuldet. Doch eine zu rasche Erhöhung der Frauenquote schadet.

Immer mehr Anleger entdecken den Mehrwert weiblich geführter Aktiengesellschaften. dapd

Immer mehr Anleger entdecken den Mehrwert weiblich geführter Aktiengesellschaften.

FrankfurtEs ist im Moment in der Politik eine der am meisten diskutierten Fragen: Braucht Deutschlands Wirtschaft eine Frauenquote bei Führungskräften oder nicht? Unerbittlich stehen sich die Befürworter und die Gegner derzeit im Bundestag gegenüber. Siegen die Befürworter, dann könnten die Aufsichtsräte deutscher Großunternehmen schon bald zu 20 Prozent aus Frauen bestehen, später dann sogar zu 40 Prozent.

Die Frage, die Anleger viel mehr interessiert, lautet hingegen: Machen weibliche Führungskräfte für Unternehmen und speziell für den Aktienkurs einen Unterschied? Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat eine aufsehenerregende Studie dazu veröffentlicht. Die Kernaussage: Für Anleger lohnt es mehr, in Unternehmen mit mindestens einer Frau in der Führung zu investieren als in rein von Männern dominierte Firmen. Die Kursentwicklung von insgesamt 2 360 Unternehmen haben die Experten dabei in den vergangenen sechs Jahren betrachtet. "Wir haben viele Unternehmen mit einer oder mehreren Frauen in Vorstand oder Aufsichtsrat gefunden, die eine höhere Eigenkapitalrendite, eine geringere Verschuldung und ein besseres durchschnittliches Wachstum liefern", sagt Vorstandschef Brady Dougan.

Eine Erklärung dafür, warum dies so ist, ist nicht einfach. Seit Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit den unterschiedlichen Charaktermerkmalen von Mann und Frau, mit deren Führungsqualitäten und Problemlösungen. Besonders seit dem Gipfel der Finanzkrise Ende 2008 scheint sich hier auch in der Unternehmens- und Kursentwicklung etwas zugunsten der mit weiblicher Beteiligung geführten Unternehmen getan zu haben. Deren Aktienkurse stiegen einfach schneller und höher als die der rein männlich dominierten Konzerne (siehe Grafik unten). Und das weltweit über alle Kontinente.

Kommentare (7)

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annabell

30.09.2012, 14:07 Uhr

Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich sagen, dass GERADE berufstätige Frauen und weibliche Vorgesetzte mit ihrem Perfektionswahn und Micromanagement ihr Arbeitsumfeld (Kollegen/Innen und Mitarbeiter/Innen) in die Depression treiben. Das soll Aktienkurse beflügeln??? Die Berliner Wirtschaftssenatorin stieß über die Köpfe ihres Teams eigene Pläne durch und stürzte damit von ihem Posten: soll Aktienkurse beflügeln???
Hinzu kommen permanente Machtkämpfe, Intrigen, Hysterie, Zickenalarm, Neid, Missgunst und eine ausgeprägte Stutenbissigkeit, angetrieben von Komplexen und Selbstmitleid. Gerade Frauen tun sich nach meiner Wahrnehmung deutlich schwerer, die Leistung/Performance ihrer Mitarbeiter/Innen bzw. Kollegen/Innen anzuerkennen.
Sie verrennen sich in Panik, also noch mehr als Angst und werden dadurch asoziale Krähen im Team!

Simon

30.09.2012, 14:31 Uhr

Frauen sind eher links (und wählen eher links) als Männer, und diese ganze Verschuldungsorgien haben wir den inzw. falls ausschl. links orientierten Parteien zu verdanken (und Frau Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, SPD, ist ganze vorne an der Spitze, wenn es um Verschuldungen geht).

Und dass Frauen ausgerechnet im "Konsumgüter"bereich traditionell stark vertreten sind, ist keine Überraschung und spricht Bände, konsumieren statt produzieren.

triforce

30.09.2012, 19:31 Uhr

Der Schluss aus der Studie ist ungefähr so wahr wie der folgende:
Ferrari fahrer sind reich. Darum muss man nur einen Ferarri kaufen um reich zu werden.

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