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24.06.2015

11:04 Uhr

Anlagestrategie

Geldexperten schauen fast entspannt auf Griechenland

Die Nervosität an den Märkten angesichts der griechischen Krise hatte sich in Euphorie gewandelt. Auch im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde der Euro-Finanzminister gibt es kaum Skepsis. Einige Papiere profitieren.

Die nächste Verhandlungsrunde in Brüssel steht am Abend an – am Morgen geben sich die Finanzärkte entspannt. dpa

Souveniergeschäft in Athen

Die nächste Verhandlungsrunde in Brüssel steht am Abend an – am Morgen geben sich die Finanzärkte entspannt.

DüsseldorfMit einem gewaltigen Kursplus von fast vier Prozent war der Dax in die Woche gestartet. Grund: Endlich hatte Griechenland seinen europäischen Gläubigern signalisiert, kompromissbereit zu sein. Zu Wochenbeginn gelangten dann konkrete Vorschläge nach Brüssel, wie der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras die Wirtschaftspolitik des Landes reformieren will.

Am Abend beraten die Euro-Finanzminister. Tsipras trifft mittags bereits EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, und die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. Und Vorschusslorbeeren der Märkte könne alle weiter ernten. So verteidigt der Deutsche Aktienindex am Mittwoch die deutlichen Vorgewinne der Vortage fast vollständig.

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Der Dax startete mit Gewinnen in den Tag, Anleger waren optimistisch. Doch die Meldung, dass Griechenlands Reformvorschläge abgelehnt wurden, lässt den Leitindex abstürzen. Am Ende kann sich der Dax aber wieder fangen.

„Wir haben genügend Fortschritte gesehen, um die Ziellinie mittlerweile ausmachen zu können“, sagt Erik Nielsen, Volkswirt bei der italienischen Großbank Unicredit. „Ein Scheitern ist jetzt nur noch schwer vorstellbar. Das bedeutet, dass diverse Liquiditätsmaßnahmen je nach Notwendigkeit eingesetzt werden dürfen, bis alles unterzeichnet ist. Und das Risiko eines Zahlungsrückstandes ist deutlich zurückgegangen.“

Und auch beim amerikanischen Finanzdienstleister Ameriprise Financial herrscht Zuversicht. Marktstratege David Joy sagt, dass die Wahrscheinlichkeit größer sei, dass es zu einem Deal komme. „Das wird den Märkten ermöglichen, sich auf die Fundamentaldaten zu konzentrieren – und die verbessern sich“, so Joy. Außerdem gebe es die Anleihekaufprogramme der großen Zentralbanken. Davon profitierten in den vergangenen Monaten die Aktienmärkte.

Kommentare (2)

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Herr Tom Schmidt

24.06.2015, 12:45 Uhr

Wieso kann man es als Euphorie bezeichnen, wenn alles steigt, nur der Euro fällt? (der wird ja angeblich gerettet). Ist es nicht vielmehr die Flucht aus dem Euro was wir hier sehen?

Herr Rudolf Riedl

24.06.2015, 14:08 Uhr

Angst und Euphorie, das ist der Treibstoff aus dem die Börsen Träume und die Reibungshitze für gute Umsätze entstehen.

Der Dax wird solange steigen bis er anfängt zu fallen, wenn er nicht mehr fällt, wird er in eine Seitwärtsbewegung übergehen.

Ich sage Ihnen, nur dieser Verlauf ist sicher!

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