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03.01.2013

10:07 Uhr

Anlagestrategie

„Ich rechne 2013 mit Rückschlägen“

VonJessica Schwarzer

Das Jahr 2012 war ein gutes Aktienjahr, allen Turbulenzen zum Trotz. Auch für 2013 sind Aktien ein Kauf, glaubt Vermögensverwalter Frank Stratmann. Störfeuer könnte allerdings gleich aus drei Richtungen kommen.

Der Start ins Jahr 2013 war gut, Rückschläge sind aber nicht ausgeschlossen. dpa

Der Start ins Jahr 2013 war gut, Rückschläge sind aber nicht ausgeschlossen.

Wir haben ein erfolgreiches, aber ziemlich turbulentes Börsenjahr 2012 hinter uns. Was erwarten Sie für 2013?
Auch dieses Jahr könnte recht turbulent werden. Die Märkte sind in einem Spannungsfeld zwischen  drei Faktoren: systemische Risiken durch die Euro-Krise, die eher schwache globale Konjunktur und die weltweit sehr expansive Geldpolitik der Notenbanken.

Frank W. Straatmann, Geschäftsführer der Feri Trust Vermögensverwaltung

Frank W. Straatmann, Geschäftsführer der Feri Trust Vermögensverwaltung

Zuletzt war die Krise kein allzu großes Thema mehr an den Märkten….
Die Schuldenkrise ist scheinbar in den Hintergrund getreten, aber die Realität wird die Anleger wieder einholen. Die Märkte sind extrem sensibel, deshalb wird es 2013 sicher zu dem einen oder anderen Rückschlag kommen.

Sollten Anleger also lieber ihre Gewinne mitnehmen und Aktien erst mal meiden?
Nein, im Gegenteil. Sie sollten ihre Aktienquote strategisch hochfahren und Rückschläge zu Zukäufen nutzen. Die Anlageklasse Aktie läuft und das dürfte auch so weitergehen – Kursrücksetzer natürlich nicht ausgeschlossen.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die können auch durch schlechte Konjunkturdaten ausgelöst werden. Rechnen Sie mit erneuten Einbrüchen?
Nein, aber Fakt ist, dass die globale Konjunktur nicht wirklich auf einem Wachstumspfad  ist. Allerdings sind wir bei Feri optimistischer als der Rest der Prognose-Welt. Unsere Prognosen liegen am oberen Rande der Schätzungen. Weltweit rechnen wir im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent nach 2,4 Prozent in diesem Jahr.

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Wie werden einzelne Länder oder Regionen sich entwickeln?
Das Wachstum in den USA dürfte leicht zurückgehen auf 1,8 Prozent. Für Europa erwarten wir hingegen einen Anstieg auf 0,4 Prozent, während die Wirtschaft 2012 um 0,4 Prozent geschrumpft sein dürfte. Deutschland wird sich mit einem Plus von 1,3 Prozent wiederum deutlich besser entwickeln als viele andere Euro-Länder.

China gilt als wichtige Wachstumslokomotive für die Weltwirtschaft. Was erwarten Sie dort?
Die chinesische Konjunktur hat meines Erachtens die Abkühlung überstanden – Stabilisierungstendenzen sind erkennbar. Mit einem Wachstum von 8,6 Prozent – nach 8,0 Prozent im laufenden Jahr – läuft der Wachstumsmotor aber nach wie vor gut.

Kommentare (2)

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Vergisses

03.01.2013, 11:55 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Kronecker

03.01.2013, 12:37 Uhr

Wenn ich "Substanzwert" lese, zucke ich stets. Angesichts der Tatsache, dass wir noch nicht einmal wissen, worauf wir sitzen, ist der Begriff "Substanzwert" eher ein Mythos. Vielleicht ist der Finanzmarkt auch nur eine raffinierte Illusion. Wenn man tiefer gräbt, findet man immer nur "Informationen" als Fundament und daraus abgeleitet vorübergehend Wert und Risiko. Wir investieren also möglicherweise nur in Informationen. Weil wir das aber nicht wahrhaben wollen, füllen wir diese Lücke mit "Substanz".

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