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09.02.2016

15:46 Uhr

Anlagestrategie und Börsencrash

Wohin nur mit dem Geld?

VonMatthias Streit, Andrea Cünnen

Seit seinem historischen Höchststand im April 2015 hat der Dax fast ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Die anhaltenden Niedrigzinsen verunsichern Anleger ohnehin. Wo es heute noch sichere Häfen gibt.

Wo lässt sich noch sicher anlegen? Reuters

Stapelweise Geld

Wo lässt sich noch sicher anlegen?

Düsseldorf/Frankfurt am MainFür Aktionäre ist 2016 bislang ein scheußliches Jahr. Mehr als 16 Prozent rutschte der Dax seit Jahresbeginn ab. Von seinem historischen Höchststand im April 2015 ist er mittlerweile 27 Prozent entfernt. Auch für den Nikkei und den Dow Jones ging es bislang in diesem Jahr bergab. Und eine Erholung ist nicht in Sicht.

Erst der Börseneinbruch in China, dann die kriselnden Bankenaktien und jetzt wird auch noch die nächste Zinsanhebung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in Frage gestellt, weil sich die Wirtschaft des Landes nicht so prächtig entwickelt wie erhofft. Die Börse scheint derzeit einfach kein guter Ort zu sein, um sein mühsam gespartes Geld anzulegen.

Was also bleibt?

Die globalen staatlichen Goldreserven

Hintergrund

Die Daten des Internationalen Währungsfonds zeigen die Goldreserven ausgewählter Staaten (in Tonnen) zum Jahresende 2016. Die Statistik legt außerdem offen, wie groß der Anteil des Goldes an den gesamten staatlichen Währungsreserven ist. Viele Länder bunkern neben Gold große Devisenbestände, etwa in US-Dollar oder in Euro.

USA

Bestand: 8133,5 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 73,8 Prozent

Quelle: World Gold Council

Deutschland

Bestand: 3779,9 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 67,6 Prozent

Frankreich

Bestand: 2435,8 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 61,5 Prozent

China

Bestand: 1842,6 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 2,2 Prozent

Schweiz

Bestand: 1040,0 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 5,6 Prozent

Russland

Bestand: 1615,2 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 15,2 Prozent

Indien

Bestand: 557,8 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 5,7 Prozent

Großbritannien

Bestand: 310,3 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 8,5 Prozent

Gold scheint aktuell seinem Ruf als Krisenwährung wieder gerecht zu werden. Seit Jahresbeginn kennt der Rohstoff nur eine Richtung, um zwölf Prozent ist der Preis gestiegen. Kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) am 4. Januar noch 1060 Dollar, kletterte der Preis am Montag kurzzeitig über 1200 Dollar. Damit ist Gold fast wieder so teuer wie vor einem Jahr.

„Eskalierende und immer breitere globale Unsicherheit an den Finanzmärkten hat den Verkauf bedeutender Aktien geschürt, entfacht von der Risikovermeidung der Investoren“, sagt Vyanne Lai, Ökonomin der National Australia Bank der Nachrichtenagentur Bloomberg. Einen höhere Nachfrage erkennt auch die Bank Hauck & Aufhäuser: „Bei Gold sind zuletzt wieder mehr Käufe in physisch hinterlegten Goldfonds (ETCs) zu beobachten. Noch ist es zu früh, eine Trendwende auszurufen“, schreiben die Analysten in ihrem monatlichen Rohstoffreport.

Kommentare (13)

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Herr Michael Müller

09.02.2016, 16:00 Uhr

Qualitätsaktien mit niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis, niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis und hoher Dividendenrendite. Da läuft schon seit Jahrzehnten so und da kann auf etwas längere Sicht nichts passieren :-)

Herr Tom Bauer

09.02.2016, 16:02 Uhr

Als der Dax bei 12.000 stand haben alle für Aktien getrommelt.
Jetzt steht er bei 9.000 und alle sagen "zu gefährlich" und es werden Artikel über Alternativen geschrieben.

Wenn der Ölpreis niedrig ist tanken alle ihre Öltanks voll.
Gilt bei Aktienkursen aber nicht. Warum man hier so und dort anders entscheidet muss jeder selbst überprüfen.

Herr Paul Undumm

09.02.2016, 16:34 Uhr

@Michael Müller:
Ich bin da vorsichtig.

Hätten Sie beispielsweise vor 10 Jahren geglaubt, daß die CDU einmal derartig im Mist versinken könnte ?

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