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21.11.2012

16:17 Uhr

Anlagestrategie

US-Aktien so günstig wie lange nicht

Nach der US-Präsidentschaftswahl haben die Anleger den S&P 500 auf Talfahrt geschickt. US-Aktien befinden sich im billigsten Bullenmarkt seit Reagan. Experten sind extrem optimistisch, dass sich das bald ändern wird.

Der Bulle an der New Yorker Wall Street: Glaubt man den Experten, geht es im kommenden Jahr kräftig aufwärts. ap

Der Bulle an der New Yorker Wall Street: Glaubt man den Experten, geht es im kommenden Jahr kräftig aufwärts.

FrankfurtDer S&P 500 hat zuletzt ordentlich federn lassen. Seit Barack Obamas Wiederwahl haben amerikanische Aktien 806 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren - es war der stärkste Rückgang seit Mai. Bei fallenden Kursen und steigenden Unternehmensgewinnen im Zuge der Wirtschaftserholung ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktien im S&P 500 mit dem 13,7-fachen der berichteten Gewinne unter die Niveaus zurückgefallen, die es zum Ende von acht der neun Bullenmärkte seit 1962 hatte und unter das durchschnittliche KGV während aller Bullenmärkte seit der Amtszeit von Ronald Reagan. Das Börsenbarometer müsste 26 Prozent zulegen, um die Bewertungen von Hausse-Märkten seit den Zeiten von John F. Kennedy im Weißen Haus zu erreichen.

Die Dividenden-Aristokraten in den USA

Mc Donald's

Branche: Gastronomie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 27,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,1

Fedex

Branche: Logistik
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 26,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 0,6 Prozent

Nike

Branche: Sportartikel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 19,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,5 Prozent

IBM

Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

Colgate-Palmolive

Branche: Konsumgüter
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 12,9 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,3 Prozent

Johnson & Johnson

Branche: Pharma
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 12,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Coca Cola

Branche: Konsumgüter
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,8 Prozent

Quelle: DZ Bank

Nach Meinung der Pessimisten zeigen der Rückgang des S&P 500 um 4,8 Prozent und die Bewertungen, dass Investoren im US- Haushaltsstreit nicht mit einen Kompromiss rechnen, der die Erholung sichert. Die Optimisten, darunter die Top-Strategen von sechs Wall-Street-Firmen, sehen in den Rückgängen ein weiteres Kaufsignal und erwarten, dass Aktien von Apple bis Dollar Tree mit steigenden Unternehmensgewinnen zulegen werden.

“Der Aktienmarkt scheint günstig bewertet, weil die Leute viel zu pessimistisch im Hinblick auf das Wachstum in den nächsten zehn Jahren sind”, sagt Brian Jacobsen, Chefstratege bei Wells Fargo Advantage Funds. Er prognostiziert, dass der S&P 500 2014 um 47 Prozent auf 2.000 Punkte steigen wird. “Es kann im Markt starke und schnelle Bewegungen geben, wenn die Erwartungen so niedrig sind.”

Welche Aktien die Analysten verschmähen - USA

Eli Lilly

Branche: Pharma

Analystenurteile: 21

davon positiv: 5

positiv in Prozent: 24%

Yahoo

Branche: Internet

Analystenurteile: 34

davon positiv: 8

positiv in Prozent: 24%

Avon Products

Branche: Konsum

Analystenurteile: 17

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 24%

Dow Chemical

Branche: Chemie

Analystenurteile: 22

davon positiv: 5

positiv in Prozent: 23%

Imperial Oil

Branche: Öl

Analystenurteile: 14

davon positiv: 3

positiv in Prozent: 21%

Kellogg

Branche: Lebensmittel

Analystenurteile: 23

davon positiv: 5

positiv in Prozent: 20%

Archer Daniels Midlands

Branche: Agrar

Analystenurteile: 15

davon positiv: 3

positiv in Prozent: 20%

AMD

Branche: Halbleiter

Analystenurteile: 35

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 20%

Lockheed Martin

Branche: Rüstung

Analystenurteile: 23

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 17%

Hewlett-Packard

Branche: Computer

Analystenurteile: 32

davon positiv: 5

positiv in Prozent: 16%

Northrop Grumman

Branche: Rüstung

Analystenurteile: 21

davon positiv: 3

positiv in Prozent: 14%

Best Buy

Branche: Handel

Analystenurteile: 24

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 8%

Quelle: Factset, DZ Bank

Sorge wegen der sogenannten Fiskalklippe - Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von 607 Milliarden Dollar, die zum 1. Januar automatisch wirksam werden, wenn es im Kongress vorher zu keiner Einigung kommt, - haben in der vergangenen Woche unerwartet gute Quartalsberichte von Cisco Systems und Home Depot überschattet und den S&P 500 weiter fallen lassen.

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KonsulZuKohlenUndReibach

21.11.2012, 18:52 Uhr

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