Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.01.2016

16:19 Uhr

Anlegen 2016 - Teil 11 - Fehler vermeiden

Gute Vorsätze für Ihr Geld!

VonJessica Schwarzer

Es ist an der Zeit für einen wirklich guten Vorsatz: endlich investieren! Nicht mehr nur sparen und das Geld unverzinst rumliegen lassen. Experten sagen, welche Vorsätze Sie fassen und welche Fehler vermeiden sollten.

Handelsblatt in 99 Sekunden

Anlagestrategie für 2016: Misten Sie aus! Trauen Sie sich was!

Handelsblatt in 99 Sekunden: Anlagestrategie für 2016: Misten Sie aus! Trauen Sie sich was!

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

DüsseldorfWissen Sie eigentlich, wie viel Geld den Deutschen durch die Lappen geht, weil sie lieber sparen, als ihr Geld anzulegen? Die Allianz hat das neulich ausgerechnet. Die deutschen Sparer haben in den vergangenen Jahren kumuliert knapp 30 Milliarden Euro „Verluste“ gemacht. Das sind immerhin 1,1 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts und damit pro Kopf 367 Euro. So viel verlieren auch Sie, wenn Sie sich nicht um Ihr Geld kümmern.

Und kümmern, das heißt in diesem Fall nicht, es auf irgendwelchen Sparkonten rumliegen zu lassen, sondern es vernünftig anzulegen. Nur genau damit haben die Deutschen leider so ihre Probleme. „Die Deutschen sind Weltmeister im Geldverdienen und strengen sich dabei auch mächtig an“, sagt Wolfgang Leoni, Chef der Privatbank Sal. Oppenheim im Interview mit dem Handelsblatt. „Aber sie sind bei weitem keine Weltmeister, wenn es darum geht, Geld anzulegen.“

Zeit, das zu ändern. Zeit für ein paar gute Vorsätze!

Die besten und schlechtesten deutschen Aktien 2015

Die Sieger im Dax

Der Sportartikelhersteller Adidas ist der große Dax-Gewinner 2015. Auf ein Plus von fast 58 Prozent brachte es die Aktie. Für die Aktionäre des Gesundheitskonzerns Fresenius und des Technologieunternehmens Infineon lief es in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls blendend. Diese Aktien legten jeweils etwa 53 Prozent zu.

Quelle: Bloomberg (Stand: 29. Dezember 2015)

Die Sieger im MDax

Der Spezialist für Außenwerbung Ströer starte dieses Jahr durch. Der MDax-Aufsteiger Ströer legte stolze 130 Prozent. Auf Platz Nummer zwei im Index für mittelgroße Werte schaffte es Rheinmetall mit einem Plus von fast 70 Prozent, gefolgt von Gerresheimer mit 63 Prozent.

Quelle: Bloomberg (Stand: 29. Dezember 2015)

Die Sieger im SDax

Im SDax setzte sich Hypoport mit einem sagenhaften Plus von mehr als 530 Prozent an die Spitze. Platz zwei belegte mit einer Performance von fast 220 Prozent König & Bauer. Die drittplatzierte Patrizia Holding fuhr ein Plus von fast 150 Prozent ein.

Quelle: Bloomberg (Stand: 29. Dezember 2015)

Die Verlierer im Dax

Die Versorgen halten einmal mehr die rote Laterne im Dax. Mehr als 54 Prozent seines Börsenwertes büßte RWE ein, gut 37 Prozent waren es bei Eon. Die Volkswagen-Aktie gab um 27 Prozent nach.

Quelle: Bloomberg (Stand: 29. Dezember 2015)

Die Verlierer im MDax

Leoni enttäuschten mit einem Minus von gut 25 Prozent, dicht gefolgt von Hugo Boss. Elringer-Klinger büßten gut 18 Prozent ein.

Quelle: Bloomberg (Stand: 29. Dezember 2015)

Die Verlierer im SDax

Im SDax kamen Gerry Weber und Biotest unter die Räder. Der Modekonzern verlor mehr als 62 Prozent, der Arzneimittelhersteller halbierte seinen Börsenwert. Hamburger Hafen und Logistik verbuchte ein Minus von etwa 17 Prozent.

Quelle: Bloomberg (Stand: 29. Dezember 2015)

Der wichtigste überhaupt: Kümmern Sie sich um Ihr Geld! Das beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Wie viel Geld haben Sie überhaupt und wo liegt es? Wie haben Sie es angelegt? Welche Ziele haben Sie? Wer als 40-Jähriger für die Rente spart, kann und sollte natürlich ganz anders investieren als ein gleichaltriger Familienvater, der in absehbarer Zeit ein Haus kaufen möchte. Passt Ihre Strategie überhaupt zu Ihren Zielen und Ihrem Anlagehorizont? Und wie sieht es mit Ihrer Risikotragfähigkeit aus? All diese Fragen sollten Sie sich stellen und ehrlich beantworten.

Das Ergebnis dürfte Sie überraschen. Ziele und Strategie passen oft nicht zusammen, wenn es überhaupt eine Strategie gibt. Und wenn es ums Risiko geht, sind die Deutschen nicht gerade mutige Anleger. „Die Deutschen haben immer auf ‚Sicherheit’ gesetzt“, sagt Max Otte, Wirtschaftsprofessor und Fondsmanager. „In der neuen Welt gibt es aber keine absolute Sicherheit – wie früher bei Lebensversicherungen und Sparguthaben - mehr.“ Für einen sinnvollen, langfristigen Vermögensaufbau sind die Renditen zu gering. Nach Abzug von Gebühren, Steuern und Inflation bleibt kaum noch etwas übrig. Bei Sparbuch oder Tagesgeld ist die Rendite oft sogar negativ.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×