Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.12.2015

17:11 Uhr

Anlegen 2016 – Teil 8 – Wohnimmobilien

Völlig aus dem Häuschen

VonReiner Reichel

Der Immobilienmarkt spielt verrückt. In Berlin sind die Preise für manche Wohnungen in den vergangen zwölf Monaten um fast 30 Prozent gestiegen. Experten verraten, wie es weitergeht.

Vor allem in Berlin wird Wohnen immer teurer. Imago

Spiel ums Häuschen

Vor allem in Berlin wird Wohnen immer teurer.

Düsseldorf„Immobilien: Warnung vor extremer Wertsteigerung“, überschrieb Baufi24, ein Internetportal für private Baufinanzierer, vor wenigen Tagen seinen Marktausblick. Wer schon eine Immobilie besitzt, kann sich gewiss schlimmeres vorstellen.

Doch wer noch kaufen will, bekommt einen Schreck. Zwar sind Preis und Wert nicht das gleiche. In schlechten Zeiten können Immobilienverkäufer ihre Wertvorstellungen häufig nicht in bares ummünzen. Die annoncierten Preise werden nicht bezahlt. Doch im Moment ist das anders. Käufer und Mieter sind gezwungen, die ständig steigenden Mieten und Preise zu akzeptieren.

Ausnahmen von dieser Situation gibt es nur in strukturschwachen ländlichen Regionen. Dort beobachtet Baufi24-Geschäftsführer Stephan Scharfenorth sogar fallende Wohnraumpreise. Dafür wird es in Boom-Städten wie Berlin umso teurer.

Immobilienboom in Deutschland: Blasen in der Metropole?

Immobilienboom in Deutschland

Premium Blasen in der Metropole?

Die drastisch steigenden Immobilienpreise in den Großstädten sind ein schleichendes Gift – für die Gesellschaft, die Wirtschaft und das Bankensystem. Es muss dringend gegengesteuert werden. Eine Analyse.

Das Maklerportal Immobilienscout24 hat für die Hauptstadt auf Basis der Angebote auf der eigenen Plattform eine Preissteigerung von 29,7 Prozent für Bestandswohnungen in den vergangenen zwölf Monaten von November 2015 an errechnet. Neubauten wurden rund elf Prozent und Häuser im Bestand gut 19 Prozent teurer. Die Wohnungsmieten gingen um knapp acht Prozent hoch.

Für Deutschland insgesamt sind die durchschnittlichen Steigerungsraten nicht ganz so dramatisch. Für Bestands- oder Neubauwohnungen mussten die Käufer 11,4 beziehungsweise 7,2 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. Häuser gab es zu knapp sechs Prozent höheren Preisen. Die Mieten kletterten um drei Prozent.

„Wer jetzt kaufen will und kann, der sollte das tun“, rät Scharfenorth. Denn im Moment sprächen alle Signale für weiter steigende Preise. Allerdings erwartet er, dass die Steigerungsraten niedriger ausfallen als in diesem Jahr. Dass die Preise sich unablässig nach oben bewegen liegt daran, dass der Wohnungsbau mit der Nachfrage nicht mithalten kann. So erklären sich auch die rasanten Miet-und Preissteigerungsraten in Berlin. In die Hauptstadt zogen im Lauf der vergangenen drei Jahre 120.000 Menschen mehr als die Stadt verließen. Dabei sind die in jüngster Zeit zugewiesenen Flüchtlinge noch nicht mitgerechnet.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.12.2015, 11:33 Uhr

Spätestens wenn dem Staat die Knete ausgeht und es analolg der italienischen 'itschy' die örtliche Kommunalverwaltung den steuerlichen Wert der Immobile -je nach Lage etc.pp. - festlegen darf und darauf Steuern erheben wird pendelt sich das wieder ein.

Bis dahin sind noch die mickrigen Grundsteuern zu bezahlen. Und dieses stiegen bei uns in vorletzten Jahr immerhin um 20%. Die nä. Erhöhung ist schon in 2016 angekündigt und danach in ein paar Jahren ebenfalls.

Wie gesagt, wenn dem Staat -nicht nur durch die Eurozone- das Geld knapper werden wird er sicherlich erfinderischer. Auch die Kommunen die allesamt Pleite sind. Vielleicht gibt es dann auch eine einmalige Zwangsabgabe wie in Spanien. Wer weiß dass schon alles.

Ganz getreu nach dem Motto, Hauptsache der Euro wird gerettet. Die Immobilienbesitzer werden dann helfen können, denn sie können nicht weg. Und von den anderen ist nichts mehr zu holen.

Einer muß dann noch zahlen. Andere wurden bereits schon genug gerupft. Ein Hühnchen wird es dann noch geben, die sich Immobilienbesitzer nennen.

Es ist also für das Allgemeinwohl gut, wenn dort fleißig investiert wird. Allerdings sollte man bestimmt die Immobilienrenditen vernachlässigen. Da gibt es bestimmt andere Assetklassen.

Lothar dM

30.12.2015, 12:11 Uhr

Ein weiterer eklatanter Bereich in der langen Liste des Versagens der Bundeskanzlerin Angela Merkel. In den deutschen Großstädten kann sich kein normaler Einheimischer mehr leisten zu wohnen. Ganz bitter ist es für ältere Leute, die von windigen Immobilieninvestoren zur Profitmaximierung aus ihrem jahrzehnte-alten Umfeld gejagt werden.

Was unternimmt die Regierung? Außer einer fragwürdigen Alibi-Mietpreisbremse, nichts! Statt Immobilienspekulanten mit Sondersteuern abzuschrecken, erlaubt die Regierung eine immer weiter wachsende Konzentration der Eigentümerstrukturen.

Was ist unter Angela Merkel nur aus diesem Land geworden?

Herr Theo Heuss

30.12.2015, 12:39 Uhr

Solange die Politiker-Kaste ihre Kreuzchen bekommt

werden besonders die Immobilienbesitzer den Wahnsinn
- illegale Migranten (s.g. Flüchtlinge)
- Krieg in Afghanistan
- Krieg in Mali
- Krieg im Irak
- Krieg in Somalia
- Krieg in Syrien
- Krieg im Sudan
- Krieg in der Türkei
usw., usw., usw. (www.Einsatz.Bundeswehr.de)

dieser s.g. "Volksvertreter" bezahlen müssen.

Für
- auskömmliche Renten
- bessere Krankenversorgung
- respektvolle Pflege
- ausreichend Krankenpflegepersonal
- optimale Ausstattung der Feuerwehr
- ausreichende Infrastruktur
usw., usw., usw.

steht kein ausreichendes Geld zur Verfügung!

Mit einem Wort:
MERKEL-POLITIK (igittttt) !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×