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06.10.2015

13:56 Uhr

Anlegerstudie

Weiblich, über 76 und die höchste Rendite

VonJessica Schwarzer

Die erfolgreichsten Privatanleger sind weiblich, 76 Jahre oder älter und wohnen in Hamburg. Das zeigt eine aktuelle Studie. Wer noch besonders gut abschneidet und wer die rote Laterne im Anleger-Ranking trägt.

Rentnerinnen auf einer Parkbank: Gehören Sie zu Deutschlands erfolgreichsten Anlegerinnen? dpa

Seniorinnen

Rentnerinnen auf einer Parkbank: Gehören Sie zu Deutschlands erfolgreichsten Anlegerinnen?

DüsseldorfDass Frauen oft die erfolgreicheren Anleger sind, haben Studien immer wieder gezeigt. Sie handeln überlegter, lassen sich von schwankenden Kursen nicht zum ständigen Kaufen und Verkaufen verleiten, sondern bleiben ihrer Strategie treu, heißt es oft. Auch in einer aktuellen Privatanlegerstudie der ING-Diba schneiden die Frauen besser ab. Während sie es auf eine durchschnittliche Rendite von 5,8 Prozent bringen, erzielte die männliche Konkurrenz nur 4,1 Prozent Rendite.

Für die Studie hat die ING die durchschnittliche Rendite nach Provision von fast 584.000 anonymisierten Wertpapierdepotkunden innerhalb von zwölf Monaten (Stichtag 31. August 2015) ausgewertet. Die Durchschnittsrendite aller berücksichtigten Kundendepots ist mit 4,83 Prozent positiv. In den Untersuchungszeitraum fällt natürlich das extrem starke erste Quartal 2015, in dem allein der Dax mehr als 20 Prozent zulegte und die Börsen weltweit neue Rekorde markierten.

Ab Mitte April ging es dann allerdings abwärts, vor allem im August, also die Sorgen um Chinas Wirtschaft hochkochten, mussten Anleger Verluste einstecken. Trotzdem blieb eine stattliche Rendite übrig – bei den Frauen aber eben mehr als bei den Männern.

Die erfolgreichsten Anleger

Bundesländer

Im Bundesländervergleich hat Hamburg mit einer Durchschnittsrendite von 6,3 Prozent bei der Wertpapieranlage die Nase vorn. Berlin (5,8 Prozent) und Bremen (5,6 Prozent) folgen. Den letzten Platz belegt Rheinland-Pfalz (3,4 Prozent). 

Das zeigt die Anlegerstudie der ING-Diba, für die die durchschnittliche Rendite nach Provision von fast 584.000 anonymisierten Wertpapierdepotkunden innerhalb von zwölf Monaten (Stichtag 31. August 2015) ausgewertet wurde.

Quelle: ING-Diba

Städte

Bei den Großstädten liegt ebenfalls Hamburg mit 6,3 Prozent durchschnittlicher Rendite an der Spitze. Den zweiten und dritten Platz können sich München (6,4 Prozent) und Berlin (5,8 Prozent) sichern. Die Dresdner schneiden im Untersuchungszeitraum mit einer Durchschnittsrendite von 2,9 Prozent am schlechtesten ab. 

Geschlechter

Die Untersuchung der ING-DiBa zeigt auch: Die Durchschnittsrendite aller berücksichtigten Kundendepots ist mit 4,83 Prozent positiv. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede bei Frauen und Männern. So erzielten Frauen mit ihrem Wertpapierdepot eine durchschnittliche Rendite von 5,8 Prozent. Männer dagegen 4,1 Prozent. 

Alter

Nicht nur beim Geschlecht, sondern auch beim Alter zeigt die Auswertung deutliche Unterschiede. So erzielten Privatanleger, 76 Jahre und älter, mit 6,5 Prozent die mit Abstand höchste durchschnittliche Rendite. Danach folgen die Minderjährigen, 17 Jahre und jünger, mit 5,8 Prozent.

Wirklich überraschend ist ein anderes Ergebnis: „Hamburger Seniorinnen sind die erfolgreichsten Privatanleger in Deutschland“, so die Verfasser der Studie. Es sind nämlich die Frauen, 76 Jahr oder älter, die in Hamburg wohnen, die die allerhöchsten Renditen einfahren. Denn nicht nur beim Geschlecht, sondern auch beim Alter zeigt die Auswertung deutliche Unterschiede. Privatanleger, 76 Jahre und älter, erzielten mit 6,5 Prozent die mit Abstand höchste durchschnittliche Rendite.

Weisheit im Alter oder eben einfach nur viel Erfahrung mit der Geldanlage? Das kann es nicht allein gewesen sein, denn ausgerechnet die jüngsten ING-Diba-Kunden schafften es auf den zweiten Platz: Die Minderjährigen, also die 17 Jahre alten und Jüngeren erzielten immerhin 5,8 Prozent. Am schlechtesten schnitten die 26- bis 35-Jährigen mit einer Rendite von 2,9 Prozent ab. Die 36- bis 45-Jährigen brachten es auf 3,5 Prozent.

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