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26.01.2010

14:32 Uhr

Asset Allocation

Wie Anleger Risiken im Depot vermeiden

VonJens Hagen

Die Börsen sind in eine kritische Phase gelaufen, jetzt rückt die Absicherung der Gewinne wieder in den Fokus. Eine optimale Depotstruktur aus verschiedenen Anlageklassen kann die Verluste minimieren. Wie Anleger Risiken erkennen und minimieren.

Absturzpotenzial: Dax-Kurve in Frankfurt. dpa

Absturzpotenzial: Dax-Kurve in Frankfurt.

DÜSSELDORF. Vielen Geldanlegern wird es allmählich etwas mulmig. Sind die Märkte zu eit gelaufen? Der Dax beendete nach dem Jahreswechsel beispielsweise seine Gewinnserie. Nachdem der Leitindex seit März vergangenen Jahres knapp 2 400 Punkte zulegen konnte, verlor der Dax seit Jahresbeginn mehr als fünf Prozent.

"Die Rally ist vorbei, 2010 gilt es, die Gewinne zu sichern", sagt etwa Vermögensverwalter Jens Ehrhardt. Er hat die Aktienquote in seinen Fonds um 20 bis 30 Prozentpunkte auf 50 Prozent gesenkt. Zur Absicherung sind 10 Prozent Gold, 20 Prozent Unternehmensanleihen und 20 Prozent Cash beigefügt.

Clevere Anleger setzen niemals nur auf ein Pferd. Eine optimale Struktur des Depots kann Risiken bei der Geldanlage reduzieren. Je nach Risikoneigung kann der Anleger den Anteil der verschiedenen Anlageklassen variieren. Die Idee: Wer gleichzeitig in möglichst viele verschiedene Anlageklassen investiert, die nicht miteinander korrelieren, minimiert das Risiko.

"Aktien und Rohstoffe gehören zu den stark volatilen Anlageklassen", sagt Marcus Griephan, Abteilungsdirektor Private Banking der Conrad Hinrich Donner Bank. Je höher der Anteil an Anleihen oder Immobilien desto, niedriger ist das Verlustrisiko bei ebenfalls sinkender Rendite. Nicht nur bei den Anlageklassen können Anleger variieren, sondern auch bei den Regionen, in denen sie investiert sind.

Ein Blick in die Vergangenheit hilft bei der Analyse der Risiken. Anleger, die etwa ihr gesamtes Geld ausschließlich in Renten angelegt haben, kamen nach einer Auswertung der Donner Bank in den vergangenen zehn Jahren maximal auf eine Rendite von 16,7 Prozent pro Jahr. Dafür lag das Verlustrisiko bei maximal 2,5 Prozent pro Jahr. Im Schnitt liegt die Rendite eines rein auf Renten beschränkten Depots in den vergangenen zehn Jahren zwischen drei und sechs Prozent. "Auch wenn das Verlustrisiko besonders niedrig ist, reicht eine solche Rendite kaum aus, um etwa eine ausreichende Altersvorsorge anzusparen", sagt Griephan.

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