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24.01.2007

14:37 Uhr

Ausländische Asset-Manager

Geldverwalter Aberdeen startet in Deutschland

VonIngo Narat

Immer mehr ausländische Geldverwalter verstärken ihr Deutschlandgeschäft. Die 115 Mrd. Euro verwaltende britische Gesellschaft Aberdeen Asset Management meldete am gestrigen Dienstag ihren Markteintritt in Deutschland. Sowohl Aberdeen als auch beispielsweise Morgan Stanley Asset Management richten ihr Augenmerk vor allem auf institutionelle Investoren wie Altersvorsorgeeinrichtungen, Unternehmen und Banken.

FRANKFURT. Benelux-Anbieter wie Robeco und ABN Amro verstärken ebenfalls ihre Verkaufsanstrengungen. „Die jetzt gestarteten Deutschlandaktivitäten sind Teil unserer europäischen Expansion“, sagt Hartmut Leser, der von Feri Finance kommt und die neue Niederlassung von Aberdeen in Frankfurt leitet. Ins Rennen geht das börsennotierte Haus, das vor knapp zwei Jahren mit dem Kauf der britischen Sparte von Deutsche Asset Management Schlagzeilen machte, insbesondere mit Europa- bzw. Weltportfolios für Aktien, Anleihen und Immobilien. Leser nennt mehrere Gründe für den Einstieg in Deutschland: „Die Investoren sind offener geworden für ausländische Manager und beginnen gleichzeitig, ihre Depots international zu streuen.“ Aberdeen sammelte bisher rund eine Milliarde Euro bei deutschen Anlegern ein.

Analog zu Aberdeen ist die ebenfalls am Dienstag angekündigte Deutschlandinitiative der mit rund 350 Mrd. Euro weit größeren Morgan Stanley Asset Management Teil einer europäischen Offensive. „Wir hatten immer eine Schwäche bei europäischen Aktien“, sagte Henning Busch, Leiter für Deutschland und Nordeuropa. Dieses Problem sei mit dem Einkauf eines Managerteams von der Société Générale jedoch gelöst worden. Jetzt biete man vier neue Fonds mit teilweise starker Titelkonzentration in diesem Bereich an.

Das derzeit für deutsche Kunden verwaltete Vermögen beziffert Busch auf etwas mehr als drei Mrd. Euro. Im laufenden Jahr will er hier zu Lande netto annähernd eine Mrd. Euro einsammeln. Ein größerer Teil dieser Mittel soll jedoch – im Gegensatz zu Aberdeen – aus alternativen und strukturierten Produkten mit Terminmarktelementen kommen. Die hier zuständigen Justin Simpson und Bernd Scherer planen komplexe Portfolios für Anleihen unter Einbindung von Hedge-Fonds sowie Angebote für Devisen- und Rohstoffstrategien.

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