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19.06.2015

12:34 Uhr

Bank von Japan

Notenbank bleibt bei expansiver Geldpolitik

Die japanische Notenbank will weiterhin Anleihen und Wertpapiere kaufen, teilte das Institut am Freitag mit. Die Bank von Japan versucht damit, die Konjunktur zu verbessern. Die Rede ist von mehreren Billionen Yen.

Die japanische Notenbank bleibt auf ihrem aktuellen Kurs. Reuters

BoJ-Chef Haruhiko Kuroda

Die japanische Notenbank bleibt auf ihrem aktuellen Kurs.

TokioTrotz einer drohenden Konjunkturabkühlung hält die japanische Notenbank an ihrer expansiven Geldpolitik fest und will zur Ankurbelung der Wirtschaft weiterhin Billionen Yen in den Geldkreislauf pumpen. Die Bank von Japan bekräftigte am Freitag wie erwartet ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen (umgerechnet rund 570 Milliarden Euro).

Die Notenbank schleust so viel Geld in das Finanzsystem, um die Konjunktur anzukurbeln. Dennoch wuchs die Exportbranche zuletzt nicht mehr so stark. Und auch die Wirtschaftsleistung dürfte nach dem starken Jahresauftakt im Frühjahr nicht mehr so kräftig zugelegt haben: Experten rechnen nur noch mit einem Plus von aufs Jahr hochgerechnet 1,3 Prozent. Anfang 2015 war es noch drei Mal so stark.

Manche Experten erwarten daher, dass die BoJ im Herbst ihre Anleihenkäufe ausweiten wird. Notenbankchef Haruhiko Kuroda hofft aber, dass der Aufschwung ohne zusätzliche Hilfe auskommt: „Der Export wird schrittweise anziehen, weil sich die Wirtschaft in Übersee erholt. Auch der schwache Yen wirkt stützend.“

Japan litt jahrelang unter fallenden Preisen auf breiter Front. Diese Deflation machte dem Einzelhandel zu schaffen, weil sich Kunden in Erwartung immer billigerer Waren zurückhielten. Auch Löhne und Investitionen schrumpften. Dagegen kämpft die BoJ mit der Geldflut an. Sie hofft, bis September 2016 eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen zu können. Viele Analysten halten das aber für zu optimistisch.

Von

rtr

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