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03.05.2013

13:51 Uhr

Bankeinlagen

EZB dämpft Furcht vor Strafzins

Die Europäische Zentralbank plant keinen negativen Zins für Bankeinlagen – vorerst. Für EZB-Ratsmitglied Nowotny ist die Maßnahme zumindest nicht „kurzfristig relevant“. Die EZB fürchtet sich vor unabsehbaren Effekten.

Die EZB will vorerst keinen Strafzins auf Bankeinlagen erheben. dpa

Die EZB will vorerst keinen Strafzins auf Bankeinlagen erheben.

Bratislava/FrankfurtFührende EZB-Mitglieder haben Spekulationen über eine baldige Strafgebühr auf Einlagen von Geldhäusern bei der Zentralbank zurückgewiesen. EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sagte am Freitag in Bratislava, ein negativer Einlagezins für Institute, die überschüssiges Geld bei der EZB parken, sei nur eine von vielen Möglichkeiten. „Aber es ist keine Option, die kurzfristig relevant ist.“

Zudem gebe es viele Aspekte zu berücksichtigen - „Nebeneffekte und psychologische Effekte“, betonte der Chef von Österreichs Notenbank. EZB-Präsident Mario Draghi hatte zuvor signalisiert, dass der Einlagezins von derzeit null Prozent künftig auch negativ sein könnte, um die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe zu animieren.

Billiges Geld: Schlechte Zeiten für Sparer

Warum macht die EZB das Geld im Euroraum noch billiger?

Weil der Leitzins auf seinem bisherigen Rekordtief von 0,75 Prozent nicht genügend Durchschlagskraft hatte: Der Euroraum steckt weiterhin tief in der Rezession. Zwar ist umstritten, ob der niedrigere Zins die Konjunktur spürbar antreiben kann. Aber die Notenbank signalisiere mit dem Schritt, dass sie „den Ernst der Lage erkannt habe“, sagte Michael Krautzberger, Leiter des Teams für europäische Anleihen bei Blackrock, dem Handelsblatt. Aus Sicht von Helaba-Ökonom Ulf Krauss sind die Vorteile einer Zinssenkung eher psychologischer Natur: „Vielleicht reicht ja ein kleiner Flügelschlag der Geldpolitik aus, um der zuletzt gedrückten Stimmung bei den Unternehmen den entscheidenden Anschub zu geben, wird sich der eine oder andere Notenbanker denken“, schrieb Krauss vor der EZB-Sitzung.

Wem nutzen niedrige Zinsen?

Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite. Unternehmen können dann im Prinzip mehr investieren und Verbraucher mehr kaufen, was nicht sofort aus eigener Tasche bezahlbar ist. Beides kann die Konjunktur ankurbeln. Solche Wachstumsimpulse sind aktuell vor allem in den Krisenstaaten im Süden Europas gefragt: Griechenland, Italien, Portugal, Spanien – sie alle ächzen unter harten Reformen, rigiden Sparauflagen und hoher Arbeitslosigkeit. Aber auch in Deutschland profitieren zumindest einige vom billigen Zentralbankgeld: Darlehen für Hausbauer und Wohnungskäufer sind derzeit extrem günstig.

Stimmt es, dass Deutschland eigentlich höhere Zinsen bräuchte?

In der Tendenz ja. Die Wirtschaft in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich besser entwickelt als im Euroraum. Auch der Arbeitsmarkt steht gut da, das macht hohe Tarifabschlüsse wahrscheinlicher. Daher kann billiges Geld hierzulande schneller die Inflation anheizen als in Spanien, Zypern oder Griechenland. Doch im Moment ist das nicht in Sicht. Kommt es zum Preisauftrieb, könnten höhere Zinsen dagegen helfen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte kürzlich auf das Dilemma der EZB aufmerksam gemacht: Die Zinsen für Deutschland seien eigentlich schon zu niedrig, während die EZB für andere Länder eigentlich noch mehr tun müsse. Allerdings ist die Lage hierzulande ebenfalls noch gedämpft – im Schlussquartal 2012 schrumpfte die deutsche Wirtschaft und auch 2013 läuft bisher nicht wirklich rund.

Was ist schlecht daran, wenn das Geld billig ist?

Billiges Geld kann zu Inflation, also Geldentwertung, führen. Je mehr das Geld entwertet wird, umso weniger Waren und Dienstleistungen können Verbraucher kaufen. Die Kaufkraft sinkt also, ebenso der Wert der Ersparnisse. Auf der anderen Seite zehrt Inflation aber auch Schulden auf. Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von „unter, aber nahe bei“ 2,0 Prozent als stabiles Preisniveau an. Im April sank die Inflation im Euroraum auf 1,2 Prozent - trotz der seit Monaten weit geöffneten Geldschleusen der EZB.

Werden jetzt Kredite für Verbraucher billiger?

Tendenziell ja. Verbraucherschützer haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass Banken eine Erhöhung der Leitzinsen bei Krediten schneller an ihre Kunden weitergeben als eine Senkung.

Entwertet die Geldschwemme meine Ersparnisse?

Im Prinzip ja. Zwar ist die Inflation derzeit auf dem Rückzug, dennoch liegen die Sparzinsen meist noch deutlich darunter. Heißt: Wer Geld auf Sparbuch, Tagesgeldkonto oder in Bundesanleihen anlegt, macht nach Abzug der Inflation zumeist ein Verlustgeschäft. In einer gemeinsamen Erklärung vor der EZB-Sitzung hatten die Verbände von Volksbanken, Sparkassen und Versicherungswirtschaft in Deutschland davor gewarnt, die Zinsen noch weiter zu senken: „Jeder Zinsschritt nach unten lässt die Sparguthaben schmelzen. Sinkende Zinsen bedeuten einen sinkenden Anreiz für das Sparen und Vorsorgen. Dabei müssen die Menschen heute mehr als bisher vorsorgen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern.“

Nowotny sagte, die Märkte hätten die Diskussion „überinterpretiert.“ Draghi hatte auf der Pressekonferenz zur Zinssenkung am Donnerstag herausgestellt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) für die unübliche Option eines negativen Einlagezinses gerüstet sei. „Wir werden damit zurechtkommen, wenn wir uns dafür entscheiden“, sagte Draghi. Der Euro und vor allem Aktien von Geldinstituten waren daraufhin unter Druck geraten. In Reaktion auf die Äußerungen Nowotnys erholte sich der Euro wieder und stieg über die Marke von 1,31 Dollar.

Nowotnys finnischer Kollege Erkki Liikanen betonte, die Diskussion über einen negativen Einlagezins werde bereits seit längerem im Rat geführt. Man sei sich einig, dass unbeabsichtigte Folgen beherrscht werden müssten. „Das war bisher die Linie und daran hat sich gestern nichts geändert“, sagte der Geldpolitiker dem TV-Sender CNBC.

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Die EZB hat den Schlüsselzins auf Rekordtief gesenkt. Damit kommen Banken so günstig an Geld wie nie. Allerdings könnten ihnen künftig Strafen drohen, wenn sie das Geld nicht weitergeben. Die Märkte reagieren verstimmt.

Und EZB-Direktor Yves Mersch betonte in Bratislava, die Zentralbank müsse sehr vorsichtig agieren, wenn sie Neuland betrete. Die Diskussion sei schwierig, da es keine Erfahrungswerte gebe. In direkter Nachbarschaft der Euro-Zone hat allerdings Dänemarks Notenbank bereits im vorigen Jahr einen solchen negativen Einlagezins eingeführt.

Der niederländische Notenbankchef Klaas Knot hatte daraufhin angekündigt, die EZB werde sich die Entwicklung dort genau anschauen, um daraus zu lernen. Die sogenannte Einlagefazilität der EZB gilt zugleich als Zinsuntergrenze am Tagesgeldmarkt. Laut EZB-Direktor Benoit Coeure gibt es Bedenken, ob Märkte mit einem negativen Zins funktionieren können.

Stimmen zum Zinsentscheid der EZB

Marcel Fratzscher (Präsident des DIW-Instituts):

„Man sollte sich nicht an die Hoffnung klammern, dass die EZB-Entscheidung die Finanzierungsbedingungen in den Krisenländern deutlich verbessern wird. Die Entscheidung ist lediglich ein Signal an die Märkte, dass die EZB bereit und auch in der Lage ist, weiterhin zu agieren, um Finanzstabilität zu sichern. Die Krise ist noch immer vor allem eine Vertrauenskrise. Die EZB kann dieses Vertrauen nur begrenzt beeinflussen. Die EZB kann nicht die Strukturprobleme der Krisenländer lösen, sondern den Regierungen nur etwas Zeit erkaufen, notwendige Reformen umzusetzen. Aber diese Entscheidung wird den Ländern nur minimal mehr Spielraum geben. Die Entscheidung sendet auch ein negatives Signal. Sie zeigt, dass die EZB sich Sorgen um die Erholung der europäischen Wirtschaft macht, und nun eine noch stärkere Abschwächung erwartet. Die EZB hat mit der Entscheidung ihren Spielraum der Zinspolitik noch weiter reduziert und fast erschöpft.“

Jörg Warncke (Leiter G7-Rentenmärkte bei Union Investment):

„Ich sehe durch die Zinssenkung nicht die Gefahr einer Preisblase in Deutschland aufziehen. Ich glaube nicht, dass die deutschen Sparer nun ihre traditionelle Vorsicht über Bord werfen und auf einen kreditfinanzierten Konsum umsteigen. Die niedrigen Zinsen werden den Immobilienmarkt sicher weiter beflügeln. Aber eine bedrohliche Entwicklung sehe ich auch hier noch nicht. Deutschland hat einen Nachholbedarf an eigengenutzten Immobilien.

Ich mache mir mehr Sorgen über eine deflationäre Entwicklung. Die Euro-Zone steckt in der Rezession, die Arbeitslosigkeit steigt.

Wichtig ist deshalb, dass die EZB die Fragmentierung der Kreditvergabe in Angriff nimmt. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen in Südtirol deutlich schlechtere Konditionen bekommt als eines im benachbarten Tirol. Dagegen kann sie etwas tun - etwa, indem sie die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen lockert oder die Europäische Investitionsbank EIB mit mehr Liquidität versorgt.“

Michael Kemmer (Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands):

„Die heutige Zinssenkung ist eine Reaktion auf die anhaltend trüben Konjunkturperspektiven im Euro-Raum sowie den nachlassenden Preisauftrieb. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der Rezession, in der der Euro-Raum insgesamt feststeckt, wird die Inflationsrate im Jahresverlauf unter der mittelfristigen Zielmarke der EZB von knapp zwei Prozent bleiben. Mit Blick auf das ohnehin schon extrem niedrige Zinsniveaus wird der heutige Zinsschritt - wenn überhaupt - nur äußerst geringe Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Kreditvergabe der Banken haben. Die hohen Kreditzinsen für kleine und mittlere Unternehmen in einigen Euro-Staaten können jedenfalls nicht mit der heutigen Zinssenkung behoben werden.

Es war richtig, dass die EZB ihren Einlagezins unverändert bei null gelassen hat. Negative Zinsen wären keine gute Maßnahme, um Erwartungen zu stabilisieren und die Investitionsneigung zu erhöhen.“

Martin Wansleben (DIHK-Hauptgeschäftsführer):

„Der Zinsschritt nach unten ist ein Tribut der EZB an die Rezession in weiten Teilen der Eurozone. Ob er hilft, ist allerdings sehr fraglich. Denn die Banken hatten bereits zuvor genügend Liquiditätsspielraum für die Unternehmensfinanzierung, nutzten ihn aber nicht. So lange sich die Geschäftsaussichten in der Eurozone nicht aufhellen, überwiegen die Kreditrisiken. Daran ändert auch ein Leitzins von nur noch einem halben Prozent nichts. Was Europa braucht ist Ausdauer und ein starker Reformwille. Nur so gelingt die Rückkehr zu Wachstum und Beschäftigung.“

Michael Meister (Vizechef der Unionsfraktion im Bundestag):

„Die jetzige Zinsentscheidung ist für Deutschland allein betrachtet zwar nicht unbedingt optimal, es gibt aber auch keinen Grund, sie zu dramatisieren: Die EZB muss in ihren geldpolitischen Entscheidungen den gesamten Euro-Raum im Blick haben und nicht nur ein einziges Teilgebiet.

Für mich ist klar die Fiskalpolitik in den Euro-Staaten gefordert. Je schneller die Krisenstaaten durch die Umsetzung der Reformzusagen aus der Krise herauskommen und je besser die Koordination der Fiskalpolitik im Euro-Raum funktioniert, desto weniger wird es künftig solche Spannungen im Zuge der EZB-Geldpolitik geben.“

Sahra Wagenknecht (Vizechefin der Fraktion der Linken im Bundestag):

„Die Zinssenkung wird die Unternehmen nicht erreichen. Die privaten Großbanken finanzieren eher Hedge-Fonds als den Kauf einer Maschine durch den Mittelstand. Selbst in Deutschland sind kleine Unternehmen gezwungen, Investitionen über teure Dispokredite mit mehr als zwölf Prozent Zinsen zu finanzieren. In Südeuropa ist die Kreditklemme offensichtlich. Die Sparbomben verschärfen die Staatsverschuldung, den Investitionsstreik und die Refinanzierungsbedingungen von Staaten und Unternehmen.

Wir müssen die Kreditvergabe an die Realwirtschaft ankurbeln, statt besinnungslos Liquidität in die Finanzmärkte zu pumpen. Die EZB übernimmt lediglich die riskanten Papiere der Banken und Vermögenden und befreit die Finanzhaie von jeder Haftung bei Schuldenschnitten.“

Jörg Zeuner (KfW-Chefökonom):

„Ich begrüße die Zinssenkung. Sie ist ein positives Signal und dürfte die Stimmung heben. Die EZB denkt europäisch: In 13 von 17 Ländern steigt die Arbeitslosigkeit und in 12 von 17 Ländern entzieht die Sparpolitik der Wirtschaft in diesem Jahr Nachfrage und die Kredite an den Privatsektor schrumpfen seit acht Monaten in Folge. Die Inflation ist zuletzt auf 1,2 Prozent gefallen, und die Inflationserwartungen für die nächsten fünf Jahre sind fest bei 2,1 Prozent verankert. Die EZB nutzt ihren Handlungsspielraum also verantwortungsvoll.“

Maxence Mormède (Leiter Rentenmanagement Deutschland bei Allianz Global Investors):

„Die Nachfrage nach Anleihen von Peripherieländern könnte im kurzen Laufzeitbereich steigen. Auch für andere Anlageklasse mit Risikoprämien sind niedrige Zinsen eine Unterstützung, weil sie attraktiver werden. Wir erwarten unter dem Strich aber keine großen Auswirkungen auf die Preise der verschiedenen Anlagekategorien. In den Anlagestrategien sind die niedrigen Zinsen schon reflektiert.

Relevanter ist jetzt, wie sich die neue Regierung in Italien verhält oder was Länder wie Frankreich machen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die EZB hat ihre Hausaufgaben erledigt. Jetzt haben die Krisenländer die einmalige Chance, sich zu reformieren. Das ist jetzt viel einfacher umzusetzen als in Phasen mit hohen Zinsen.“

Die EZB-Spitze hat den Leitzins gerade auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt, um mit noch mehr billigem Geld die Rezession in vielen Ländern der Euro-Zone zu bekämpfen. Zudem wurde die Rundumversorgung der Banken bis Mitte kommenden Jahres verlängert. Draghi hatte zugleich signalisiert, dass die EZB auf einen negativen Einlagezins technisch vorbereitet sei. „Es gibt noch einige ungewollte Nebenwirkungen, die wir meistern müssen, wenn wir uns zum Handeln entscheiden“, fügte er hinzu.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Observer

03.05.2013, 14:07 Uhr

Ich wundere mich seit einiger Zeit, wieso die Machteliten seit einiger Zeit so offen damit umgehen, dass die Bankguthaben des Volkes nicht mehr sicher sind, ja sogar ausdrücklich davor warnen. Wieso das geänderte Spiel?
Man muss jedoch nur etwas nachdenken und begreift dann ziemlich schnell, dass die Spielregeln der Geld- und Machteliten einfacher sind als man sie sich vorstellen kann!

Nein, das ist keine Geste der Ehrlichkeit, die langsam aufkommt, wie es so mancher interpretieren soll, es ist pures Kalkuehl und die Masse des Volkes fällt mit absoluter Sicherheit darauf rein, wetten? Ja, nur die Taktik hat sich geändert!

Die grösste Krux des bestehenden Geldsystems ist, dass es unendliches und exponentielles Wachstum voraussetzt, sonst kollabiert es schon rein mathematisch!
Schon Stagnation lässt das ganze System ins Trudeln kommen.
Wachstum ist jedoch in den ehemaligen Industrieländern kaum mehr zu schaffen, da alles im Ueberfluss existiert, wodurch es mit exponentiellem erzeugt werden muss, der aber irgendwann den Profit daraus übersteigt und das ist bereits der Fall, wie man an der Autoindustrie unschwer sehen kann (exorbitante Rabatte)!

Was muss also passieren, um Wachstum zu produzieren? Was ist die einfachste und dazu noch die schnellste Möglichkeit, das Geld das die Bevölkerung bunkert loszueisen?
Richtig! Es ist die Angst, dass es einem abgenommen wird und dann ohnehin weg ist und das wurde eindrucksvoll in Zypern demonstriert (wobei es nicht weg ist, sondern es eben nur ein anderer hat).

Jetzt haben sie´s!

Gestützt wird diese Sache noch durch die Geld-flut, die Inflationsängste schürt, Diese wird jedoch durch allerhand Maßnahmen, auch statistischer Art, dem Volknoch als unproblematisch beschrieben. Diese Bombe wird aber dann gezündet werden, wenn die Ängste des Bankguthabensverlustes nicht fruchten! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!

Was ist also zu tun?

Das Geld von Banken so schnell als möglich abzuziehen (wird sowieso bald Negativzinse

Observer

03.05.2013, 14:09 Uhr

Das Geld von Banken so schnell als möglich abzuziehen (wird sowieso bald Negativzinsen bringen) und zunächst nicht in unsinnige Dinge zu investieren, sondern nur in Dinge, die nicht beliebig vermehrbar sind. Ja, sie haben´s... z.B. in unbebaute Grundstücke und Edelmetalle, Investitionen in Agrarproduktion (wobei man hier sehen muss, dass dies bereits nichts mehr bringt, da monopolisiert von Monsanto & Co.), aber doch für die nächste Umgebung nicht unwichtig sein kann (man erinnere sich an die letzte Währungsreform bei der das Volk bei Bauern anstand um etwas essbares zu ergattern). Den Rest bunkern.
Sobald die nächste Bombe gezündet ist (man wird es vernehmen, indem deutlich auf Inflation hingewiesen wird) das gebunkerte Geld in die oben beschriebenen Dinge vollends investieren!

Nur dadurch, dass das Volk animiert wird, seine Ersparnisse auf den Markt zu werfen, kann noch Wachstum produziert werden, weil die vermeintlichen Geld-fluten nichts gebracht haben, was jemand der fehlerfrei auf drei zählen kann jedoch schon lange weiß! Genau das aber muss das informierte Volk verweigern!
Auf die aufstrebenden Länder (BRIGS) koennen die ehemaligen Industriestaaten nicht zählen, denn sie bilden ihre eigene Weltbank und produzieren die von ihnen benötigten Güter weitgehend selbst!

Rainer_J

03.05.2013, 20:36 Uhr

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