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12.06.2014

12:50 Uhr

Banken

Kunden meiden Online-Banking

Schnelligkeit und Komfort sprechen für Online-Banking. Nach zahlreichen Problemen beim Datenschutz und Sicherheit verzichtet jeder fünfte Kunde bewusst auf mobile Bankgeschäfte. Vor allem mit dem Handy und Tablett-PC.

Die Gefahren werden beim mobilen Banking noch deutlich höher eingeschätzt. dpa

Die Gefahren werden beim mobilen Banking noch deutlich höher eingeschätzt.

BerlinSicherheit und Datenschutz sind einer aktuellen Studie zufolge unverändert die wichtigsten Anforderungen bei den Nutzern des Online-Banking. Insgesamt nutzen inzwischen mehr als 70 Prozent der Menschen in Deutschland das Online-Banking für ihre Bankgeschäfte, ergab eine von der Initiative D21 und der Finanzberatung Fiducia in Auftrag gegebenen Studie. Demnach lehnen aber 19 Prozent der Befragten entsprechende Dienste weiter bewusst ab.

Die größte Sorge sei dabei die Angst vor Betrug, geben 76 Prozent der Ablehner an. Beim mobilen Banking werden die Gefahren noch deutlich höher eingeschätzt. Hier zeigen sich die Sicherheitsvorbehalte als eine der wichtigsten Barrieren für die Nutzung. So schätzt die Gesamtheit der Internetnutzer die Risiken beim mobilen Bezahlen über das Smartphone (75 Prozent) oder über das Tablet (63 Prozent) deutlich höher ein als über den eigenen PC (36 Prozent).

Dabei stecke in der Nutzung von mobilen Geräten viel Potenzial, um die digitale Gesellschaft in Deutschland positiv voranzubringen, sagte Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21.

Zwei Drittel der Befragten wären nicht bereit, für mehr Sicherheit zu bezahlen. „Über die Hälfte erwartet, dass dies kostenlos von den Kreditinstituten zur Verfügung gestellt wird“, sagte Robert Wieland, Vizepräsident von D21 und Geschäftsführer des Meinungsforschungsunternehmen TNS Infratest, das die Studie erstellt hat. Die Nutzer selbst haben demnach ihre eigenen Sicherheitsmaßnahmen jedoch nicht erhöht. Der Einsatz von entsprechender Software blieb mit 73 Prozent nahezu auf dem Niveau von 2012.

Echte Anleger sind...

...gelassen

"Sie wissen, dass Aktienkurse von allen möglichen unvernünftigen Kräften beeinflusst werden, dass sie ebenso fallen wie steigen können und dass das auch für Aktien gilt, die sie selbst besitzen. Wenn das passiert, reagieren sie darauf mit Gleichmut. Sie wissen, dass der Preis wieder zurückkommt, solange das Unternehmen die Eigenschaften behält, die sie als Anleger zunächst angezogen hatten."

...geduldig

"Anstatt sich von der Begeisterung der Menge mitreißen zu lassen, warten echte Anleger die richtige Gelegenheit ab. Sie sagen öfter Nein als Ja."

...rational

"Sie gehen auf der Basis klaren Denkens an den Markt und die Welt heran. Sie sind weder übermäßig pessimistisch noch irrational optimistisch; sie sind vielmehr logisch und rational."

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

In Zukunft könnten Sicherheitsmaßnahmen auch durch Systeme unterstützt werden, die dubiose Transaktionen beim Online-Banking automatisch erkennen und sofort unterbinden könnten, sagte Jens-Olaf Bartels, Vorstandsmitglied der Fiducia und der Initiative 21. „Die sogenannte Fraud Detection vergleicht dann beispielsweise bei jeder Überweisung, ob sie mit dem bisherigen Kundenverhalten korrespondiert.“ Bei Auffälligkeiten, etwa ungewöhnliche Beträge, könne das System automatisch Maßnahmen ergreifen und den Kunden darüber informieren.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

12.06.2014, 12:43 Uhr

Stimmt es, dass man das Online-Konto auch gleich bei der NSA direkt führen kann?

Account gelöscht!

12.06.2014, 13:13 Uhr

Ich habe bei jedem Online-Banking ein flaues Gefühl.

Zu knacken ist jedes Sicherheitssystem. In der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Man kann nur darauf hoffen, dass man Glück hat.

Account gelöscht!

12.06.2014, 13:26 Uhr

Diese "Fraud"-Detektion-Systeme liefern dann auch gleich eine hervorragende Begründung im Falle eines Bankruns, daß man die Transaktion nicht durchführen könne, da "untypisch": Bitte melden sich sich bei ihrem Bankberater oder....

Paranoia? Hier aus eigener Erfahrung:
Während der Banken-Probleme im Zusammenhang mit 2008 wurde bei meiner Onlinebank, ohne mich zu informieren, der (bis dahin nicht existente) Höchstüberweisungsbetrag pro Tag auf 5000 gesetzt. Dieses Limit konnte dann nur mittels schriftlich Schneckenpost-Verkehr aufgehoben werden, dh. mit den entsprechenden Verzögerungen. Solange konnte das Geld nicht runter - eine Ewigkeit im Fall eines Bankruns.

Übrigens raus kann man aus Onlinekonten auch nicht so schnell, da meist nur über Karte mit Abhebelimit das Geld direkt abgezogen werden kann. Man braucht also noch ein normales Konto, um schnell Geld aus dem Banksystem abziehen zu können (und ich bin mir sicher, da gibt es in absehbarer Zukunft, wenn nicht bereits jetzt, irgendwelche Bestimmungen wegen Geldwäsche, Terror, ...., auf die dann im Bedarfsfalls zurückgegriffen werden kann. Die HSBC hat diese Mätzchen ja bereits schon einmal versucht und nur wegen dem Proteststurm einen Rückzieher gemacht).

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