Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.05.2014

20:41 Uhr

Euribor-Affäre

Societe Generale will weniger Strafe zahlen

Die EU hatte im Dezember wegen Marktmanipulationen Strafen gegen Banken verhängt, auch die Societe Generale war betroffen. Der Konzern findet die gegen ihn verhängte Strafe aber zu hoch. Es sei falsch gerechnet worden.

Die Societe Generale ist der Meinung, dass sie weniger Strafe zahlen sollte. Die Summe sei falsch berechnet und nicht angemessen. AFP

Die Societe Generale ist der Meinung, dass sie weniger Strafe zahlen sollte. Die Summe sei falsch berechnet und nicht angemessen.

ParisIn der Affäre um Manipulationen wichtiger Zinssätze wehrt sich die französische Bank Societe Generale gegen eine verhängte Strafe von fast einer halben Milliarde Euro. Die Summe solle auf einen „angemessenen Betrag“ verringert werden, erklärte der Konzern in einer am Montag von der EU veröffentlichten Beschwerde gegen die Entscheidung.

Demnach gab es bei der Errechnung der Strafsumme einen Fehler. Die Bank nahm zunächst nicht Stellung. Die Beschwerde gegen die Entscheidung der EU-Kommission wurde bereits im Februar eingereicht.

Die Aufsichtsbehörde hatte im Dezember gegen die Societe Generale und weitere Konzerne wie die Deutsche Bank, JPMorgan oder die Royal Bank of Scotland Rekordbußen von insgesamt 1,71 Milliarden Euro verhängt. Hintergrund sind Manipulationen bei der Feststellung von Referenz-Zinssätzen wie dem Libor oder dem Euribor, die Grundlage für Finanzgeschäfte im Volumen von mehr als 500 Billionen Dollar sind und auf Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten beruhen.

Die EU-Kontrolleure hatten allein der Deutschen Bank eine Strafe von 725 Millionen Euro auferlegt. Societe Generale musste 446 Millionen Euro zahlen. Ein Angestellter des Pariser Instituts hatte zwischen März 2006 und Mai 2008 versucht, den Euribor zu beeinflussen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×