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19.07.2011

15:04 Uhr

Gribkowsky

Ex-BayernLB-Vorstand muss vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Gerhard Gribkowsky: Er soll beim Verkauf der Formel 1 in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Gerhard Gribkowsky. Quelle: dpa

Gerhard Gribkowsky.

MünchenDer wegen Bestechungsverdacht inhaftierte Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky muss sich bald vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München erhob am Dienstag Anklage gegen den einstigen Risikovorstand der Landesbank. Sie wirft Gribkowsky im Zusammenhang mit dem Verkauf der Formel-1-Rechte an den britischen Finanzinvestor CVC im Jahr 2006 Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung vor.

Der Banker habe für die Vermittlung der Rechte an den Finanzinvestor CVC über Scheinfirmen rund 44 Millionen Dollar an Schmiergeld erhalten, erklärte die Ermittler. Das Geld sei von einer Firma namens Bambino Trust und „Bernard E.“ bezahlt worden - CVC stand seinerzeit mit dem Formel-1-Chef Bernard (“Bernie“) Ecclestone im Bunde. Ecclestone und CVC haben erklärt, mit den Zahlungen an Gribkowsky nichts zu tun zu haben.

Durch den Deal sei der BayernLB ein Schaden von gut 66 Millionen Dollar entstanden, da Ecclestone und die Bambino Holding Provisionen von dem Geldhaus verlangt hätten, die ohne das Vorgehen von Gribkowsky nicht angefallen wären, argumentieren die Ankläger. Zudem habe der frühere Topmanager der Bank private Grundstückskosten untergejubelt.

Gribkowsky, dessen Verteidiger am Dienstag zu den Vorwürfen keine Stellung nahmen wollte, sitzt seit Jahresanfang in Untersuchungshaft. „Deshalb wird ein zügiger Prozessbeginn angestrebt“, sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger zu Reuters. Ein genauer Termin sei allerdings noch nicht abzusehen.

Von

rtr

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