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09.09.2012

20:51 Uhr

Investmentbanking

Deutsche Bank will noch mehr sparen

Das Führungsduo der Deutschen Bank möchte über drei Milliarden pro Jahr sparen. Besonders stark soll das Investmentbanking betroffen sein. Auch die Bonus-Regeln sollen laut einem Medienbericht überarbeitet werden.

Das Logo der Deutschen Bank AG spiegelt sich in den Glastürmen der Bankzentrale in Frankfurt am Main. dapd

Das Logo der Deutschen Bank AG spiegelt sich in den Glastürmen der Bankzentrale in Frankfurt am Main.

Die Führungsspitze der Deutschen Bank will einem Bericht des „Spiegels“ zufolge noch umfassendere Sparpläne vorlegen. Betroffen sei insbesondere das Investmentbanking, schreibt das Nachrichtenmagazin (Montag) ohne Angabe von Quellen. Demnach wollen die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen etwa in London Standorte zusammenlegen und Gebäude verkaufen.

In anderen Städten sollten ebenfalls die Kosten für Immobilien gesenkt werden. Zudem sei vorgesehen, Vergütungsmodelle weit über das bisher bekannte Ausmaß zu reformieren und die Entwicklung neuer Produkte zu zentralisieren.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte dies am Sonntag nicht kommentieren. Er verwies auf eine Pressekonferenz an diesem Dienstag. Bereits Ende Juli hatte die Deutsche Bank angekündigt, 1900 Stellen zu streichen, davon 1500 im Investmentbanking. Insgesamt sind bei Deutschlands größter Bank gut 100 000 Menschen beschäftigt. Langfristig wollen Jain/Fischen die Kosten um drei Milliarden Euro pro Jahr drücken.

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Das Führungsduo will die Deutsche Bank neu ausrichten, muss aber gleichzeitig sparen.

Außerdem will die Deutsche Bank nach einem Bericht des "Spiegels" die Bonuszahlungen an Führungskräfte kürzen. Neben Stellenstreichungen und Verkäufen von Immobilien sehe dies ein neues Sparprogramm vor, das die Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Dienstag in Frankfurt am Main vorstellen wollten. Die Bonuszahlungen würden weit über das bisher bekannte Maß hinaus reformiert. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge soll die Sondervergütung künftig nicht nur an Geschäftszahlen, sondern auch den guten Umgang mit Mitarbeitern geknüpft werden.

Eine Rolle spielen solle beim Bonussystem in Zukunft auch, wie kundenorientiert Führungskräfte arbeiteten und wie sie dies ihren Mitarbeitern vorlebten, berichtete die "SZ" unter Berufung auf informierte Kreise. "Wenn diese Pläne umgesetzt werden, wäre das ein wirklicher Kulturwandel in der Bank", werden Betriebsräte zitiert.

Kommentare (2)

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Hartmann

09.09.2012, 21:28 Uhr

Es wird höchste Zeit, dass das Bonussystem reformiert
wird. Dieses System hat über Jahre dazu geführt, dass die Aktionäre verarmt sind, während Vorstand, Aufsichtrat sowie Mitarbeiter im Geld schwimmen.
Der Aktionär der Deutschen Bank hat heute soviel Aktienwert wie vor 25 Jahren. Auch die Dividende war erbärmlich.


Sarina

09.09.2012, 21:28 Uhr

Deutsche Bank will noch mehr sparen
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Hat sich die Bank deshalb eine Doppelspitze gegönnt?

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