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07.04.2011

11:17 Uhr

2,6 Milliarden Euro

Rekordgewinn für Förderbank KfW

Die staatliche Förderbank KfW hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 2,6 Milliarden Euro eingefahren. Die Nachfrage nach Förderkrediten und der unerwartet steile Aufschwung hätten zu dem Ausnahmeergebnis geführt.

Der Vorstandsvorsitzende der KfW-Bankengruppe, Ulrich Schröder, darf sich über einen Rekordgewinn freuen. Quelle: dpa

Der Vorstandsvorsitzende der KfW-Bankengruppe, Ulrich Schröder, darf sich über einen Rekordgewinn freuen.

FrankfurtMehr als die staatliche Förderbank KfW hat im vergangenen Jahr in der deutschen Finanzbranche nur die Deutsche Bank verdient. KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder berichtete am Donnerstag in Frankfurt von einem Nettogewinn von 2,6 (2009: 1,1) Milliarden Euro. „2010 war geprägt durch ein für die KfW historisch einmaliges Umfeld“, betonte er.

Die Nachfrage nach Förderkrediten als Konjunkturspritze, die niedrigen Zinsen zur Refinanzierung und der unerwartet steile Aufschwung hätten zu dem Ausnahmeergebnis geführt.„Diese besondere Konstellation lässt sich nicht in die Zukunft fortschreiben, so dass in den kommenden Jahren mit niedrigeren Ergebnissen zu rechnen ist“, sagte Schröder.

Die KfW vergab 2010 Kredite über 81,4 Milliarden Euro, 27 Prozent mehr als 2009. Der Aufschwung spiegelte sich in der Risikovorsorge wider: Die Förderbank konnte 424 Millionen Euro mehr Rückstellungen für faule Kredite auflösen als sie neu bildete. 2009 hatte die Risikovorsorge das Ergebnis noch mit fast einer Milliarde Euro belastet.  

Mit dem Rekordgewinn habe die KfW endgültig auch die Folgen der Beinahe-Pleite der Mittelstandsbank IKB bewältigt, sagte Schröder. Der restliche Verlustvortrag von 1,5 Milliarden Euro sei abgebaut worden. Die KfW war größter Anteilseigner der Düsseldorfer IKB, als diese als eines der ersten Institute in der Finanzkrise aufgefangen werden musste.

Von

rtr

Kommentare (1)

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CKehr

08.04.2011, 21:13 Uhr

Schön, was alles nicht in dieser Meldung über die Verwaltungsratssitzung der KfW steht:
Z.B., daß Herr Dr. Schröder - nachdem sein Einstieg schon mit einem 100% höheren Gehalt als vordem begann - nun erneut eine Gehaltssteigerung um fast 50% durchgesetzt hat; für sich selbst versteht sich; die Mitarbeiter erhalten 1,5 % Steigerung.
Oder, daß sich die Anzeichen verdichten, daß im Verfahren mit dem seinerzeit fristlos entlassenen Ex-Vorstand Fleischer die Verantwortlichkeit von Dr. Schröder für die Fehlüberweisung an Lehman in 2008 festgestellt wird, und Fleischer rehabilitiert wird...
So beschreibt man Qualitätsjournalismus.
C.Kehr

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