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25.07.2011

08:14 Uhr

2,7 Milliarden Euro

ING verkauft Teile der Lateinamerika-Sparte

VonThomas Schmitt

In Lateinamerika verkauft ING Geschäftseinheiten im Vorsorge- und Investmentbereich. Damit will der Konzern EU-Auflagen einhalten, die Bedingungen für die erhaltenen Staatshilfen waren.

Das Logo des Finanzkonzerns. Quelle: dpa

Das Logo des Finanzkonzerns.

Der Finanzkonzern ING setzt seine Entflechtung fort. In Lateinamerika würden im Vorsorge- und Investmentmanagement-Bereich mehrere Geschäftseinheiten für 2,7 Milliarden Euro an die Finanzholding Grupo de Inversiones Suramericana (Gruposura) verkauft, teilte ING mit.

Das Geschäft sei der erste große Schritt auf dem Weg zu einer Abspaltung der Versicherungs- und Vermögensverwaltungsaktivitäten, erklärte ING. Damit erfüllt die Gruppe EU-Auflagen, zu denen sich ING im Gegenzug für Staatshilfen im Rahmen der Finanzkrise verpflichtet hatte. Der Konzern plant im Versicherungsbereich außerdem zwei Börsengänge – einen für das US-Geschäft und einen für die Aktivitäten in Europa und Asien.

ING erwartet, dass der Verkauf in Lateinamerika netto etwa eine Milliarde Euro einbringen könnte. Die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen, ein Abschluss sei bis zum Jahresende zu erwarten. Die Transaktion könnte den Fremdmittelbedarf des ING-Versicherungsbereichs um rund 2,8 Milliarden Euro verringern.

Teil des Geschäfts sind Einheiten sowie Beteiligungen in Chile, Kolumbien, Mexiko, Uruguay und Peru. Diese Unternehmen betreuten mehr als 10 Millionen Kunden. Separat verkauft werde die 36prozentige Beteiligung an dem führenden brasilianischen Versicherer Sul America SA. Die Bankaktivitäten von ING in Mexiko, Brasilien und Argentinien seien nicht betroffen.

 

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