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07.02.2006

16:30 Uhr

2005 Gewinnrückgang verbucht

Düsseldorfer Sparkasse will eigenständig bleiben

Die Stadtsparkasse Düsseldorf hat im abgelaufenen Jahr ein Minus beim Zins- und Provisionsergebnis verbucht. Gegen eine Fusion mit der WestLB oder einen Verkauf des Instituts ist der Vorstand aber trotzdem.

Heinz-Martin Humme ist Chef der Stadtsparkasse Düsseldorf. Foto: dpa

Heinz-Martin Humme ist Chef der Stadtsparkasse Düsseldorf. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. „Die Kunden wollen eine Sparkasse, die der Stadt gehört“, sagte der seit Anfang des Jahres amtierende Vorstandschef Heinz-Martin Humme am Dienstag in Düsseldorf. „Wir sind ein öffentlich-rechtliches Institut, und das wollen wir auch bleiben“, betonte der ehemalige Commerzbank-Manager. Fusionen erteilte er eine Absage: „Wir sind nicht fusionswütig und betreiben von uns aus nicht aktiv Fusionen“. Die Sparkasse kooperiere bereits erfolgreich mit der WestLB und mit anderen Instituten.

Der Erfolg gebe dem Konzept der achtgrößten Sparkasse in Deutschland recht, sagte Humme. „Zehn Prozent mehr Mitarbeiter und 30 Prozent mehr Ertrag in den letzten drei Jahren sind beachtliche Ergebnisse.“

Zuletzt hatte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) eine Verbindung der Stadtsparkasse Düsseldorf und der WestLB ins Spiel gebracht. Die Sparkasse KölnBonn hatte für diesen Fall damit gedroht, ihre Kooperation mit der WestLB aufzugeben. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aus CDU und FDP hat eine „Modernisierung des Sparkassenrechts“ angekündigt. Noch 2006 will sie einen Gesetzesentwurf vorlegen.

Humme äußerte sich kritisch zu Übernahme der Weberbank durch die WestLB. Die ehemalige Tochter der Bankgesellschaft Berlin will zu den drei Top-Anbietern im Geschäft mit reichen Privatkunden in NRW werden. In einzelnen Bereichen komme es zu Überlappungen mit seinem Institut, sagte der Sparkassen-Chef. Sollte es zu Konflikten kommen, werde man Gespräche mit der WestLB führen müssen, kündigte er an.

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