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19.03.2013

14:46 Uhr

381 Millionen Euro

WGZ Bank verbucht Rekordgewinn

Die WGZ meldet sich aus den roten Zahlen mit einem Rekordergebnis zurück. Damit erreicht das Institut eine solide Kernkapitalquote. Von dem guten Ergebnis könnten auch andere genossenschaftliche Banken profitieren.

Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf europäische Staatsanleihen für ein Minus von 238 Millionen Euro gesorgt. Pressebild

Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf europäische Staatsanleihen für ein Minus von 238 Millionen Euro gesorgt.

DüsseldorfDas genossenschaftliche Spitzeninstitut WGZ Bank hat sich nach tiefroten Zahlen im Jahr 2011 mit einem Rekordergebnis zurückgemeldet. Die Bankgruppe verbuchte 2012 nach internationaler Rechnungslegung (IFRS) einen Nettogewinn von 381 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch Abschreibungen auf europäische Staatsanleihen für ein Minus von 238 Millionen Euro gesorgt hatten. Vorstandschef Werner Böhnke nannte das Jahr 2012 am Dienstag in Düsseldorf ein „Premiumjahr.“ „Wir haben an Muskelmasse zugelegt. Aus unserem Ergebnis werden wir unsere Rücklagen und Reserven, und damit unser Eigenkapital, mit rund einer viertel Milliarde Euro weiter stärken.“

Die größten Genossenschaftsbanken 2012

Platz 10

Sparda-Bank München

Bilanzsumme: 6,1 Milliarden Euro

Platz 9

Volksbank Mittelhessen

Bilanzsumme: 6,4 Milliarden Euro

Platz 8

Bank für Sozialwirtschaft

Bilanzsumme: 7,3 Milliarden Euro

Platz 7

BB Bank

Bilanzsumme: 7,7 Milliarden Euro

Platz 6

Sparda-Bank West

Bilanzsumme: 8,1 Milliarden Euro

Platz 5

Frankfurter Volksbank

Bilanzsumme: 8,2 Milliarden Euro

Platz 4

Sparda-Bank Südwest

Bilanzsumme: 9,4 Milliarden Euro

Platz 3

Berliner Volksbank

Bilanzsumme: 10 Milliarden Euro

Platz 2

Sparda-Bank Baden-Württemberg

Bilanzsumme: 12,8 Milliarden Euro

Platz 1

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

Bilanzsumme: 38 Milliarden Euro

Quelle

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken


Damit erreiche die WGZ Bank eine Kernkapitalquote von zwölf Prozent. Nach den Bankenrichtlinien der Europäischen Union seien es rund elf Prozent und liege damit deutlich über den verschärften Kapitalanforderungen nach Basel III. Während Böhnke die Kapitalbasis weiter aus eigener Kraft stärken will, hat sich Wolfgang Kirsch vom Frankfurter Schwester-Institut DZ Bank zuletzt eine Kapitalspritze der Eigner offen gehalten. Die WGZ ist mit 6,7 Prozent an der DZ Bank beteiligt. Böhnke deutete an, dass die WGZ bei einer Kapitalspritze mitziehen würde: „Wir werden niemanden in unserer Organisation - sollte er Kapitalbedarf haben, auch um regulatorische Herausforderungen anzugehen - im Regen stehen lassen.“ Dort, wo sich der Bedarf zeige, „werden auch wir gemeinsam mit unseren Eigentümern den notwendigen Beitrag leisten.“

Kernkapitalquoten nach Basel III im Vergleich

Deutsche Bank

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 10,2 %

...nach Basel III: 7,2 %

Stand: November 2012, Quellen: Institute, eigene Recherchen, DB Securities

Commerzbank

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 12,2 %

...nach Basel III: 7,7 %

HSBC

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 11,3 %

...nach Basel III: 9,2 %

Barclays

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 10,9 %

...nach Basel III: 8,6 %

UBS

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 17,2 %

...nach Basel III: größer 9,0 %

Credit Suisse

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 14,2 %

...nach Basel III: 8,6 %

JP Morgan

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 9,5 %

...nach Basel III: 8,4 %

Bank of America

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 11,2 %

...nach Basel III: 9,0 %

Goldman Sachs

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 13,1 %

...nach Basel III: 8,5 %

Morgan Stanley

Kernkapitalquote

...nach aktuell gültigen Regeln: 13,5 %

...nach Basel III: ca. 9,0 %


Für das laufende Jahr äußerte sich Böhnke zuversichtlich, das Ertragsniveau zu halten. "Wir sind gleichwohl insgesamt zurückhaltend, denn die Unwägbarkeiten und Risiken des aktuellen Umfeldes sind unverändert hoch", schränkte er ein. Die Staatsschuldenkreise habe sich zwar abgeschwächt, sei aber noch nicht vorbei.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Jan

19.03.2013, 15:40 Uhr

381 Milliarden ist die Headline - das würde ich von der WGZ-Bank nicht erwarten *Kicher

Account gelöscht!

19.03.2013, 15:49 Uhr

381 Milliarden ist die Überschrift im Text steht 381 Millionen na ja auch irgendwie witzig

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