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17.01.2005

17:10 Uhr

68 Prozent Plus bei Lebensversicherungen

Rekordjahr für Aachen-Münchener

Die branchenweit sehr hohe Nachfrage nach Kapital-Lebensversicherungen zum Jahresende hat der Aachen-Münchener 2004 einen Firmenrekord beim Neugeschäft mit Lebensversicherungen beschert.

HB KÖLN. Die entsprechende Kennzahl sei im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent auf 648 Millionen Euro nach laufenden Beiträgen gewachsen, sagte der Vorstandschef des zur AMB-Generali-Gruppe gehörenden Unternehmens, Michael Westkamp, in Köln. „Ich hatte nicht mit diesem immensen Boom gerechnet“, sagte Westkamp.

Die gesamte Lebensversicherungsbranche hatte vor allem im Schlussquartal 2004 einen nie gekannten Sturm auf die bisher steuerlich privilegierten Kapital-Lebensversicherungen erlebt. Bei Abschlüssen bis Ende 2004 ist die Auszahlung im Alter für die meisten Kunden steuerfrei.

2004 sei ein Ausnahmejahr gewesen, doch auch für das neue Jahr gab sich Westkamp zuversichtlich. „Auch für 2005 sehe ich keinen Pessimismus bei der AachenMünchener“, sagte er. Gegenüber dem letzten „normalen“ Jahr 2003 erwarte das Unternehmen ein zweistelliges Wachstum im Neugeschäft mit Lebensversicherungen. Dabei setzt die AachenMünchener ihre Hoffnungen auf die Riester-Rente.

Ziel sei es, die Zahl der neuen Riester-Verträge auf 130 000 zu verdoppeln. Die staatlich geförderte Privatrente sei von einigem Bürokratismus befreit worden. Zudem würden ab 2006 gleiche Tarife für Männer und Frauen gelten. Die Rentenversicherung werde also für Männer teurer.

Als Wachstumsmarkt sieht Westkamp auch die betriebliche Altersvorsorge. Eine so genannte „Universal-Life-Police“ soll dem Kunden eine leichtere Anpassung des Versicherungsschutzes während der Vertragslaufzeit ermöglichen.

Insgesamt hätten die Beitragseinnahmen der AachenMünchener im vergangenen Jahr bei gut 3,2 Milliarden Euro gelegen, sagte Westkamp. In der Schaden- und Unfallversicherung habe sie nach dem planmäßigen Ausstieg aus dem Industriegeschäft letztmalig einen Beitragsrückgang verzeichnet, sagte Westkamp. Die Schaden-Kosten-Quote, die das Verhältnis der Aufwendungen für Schäden und Kosten zu den Prämieneinnahmen beschreibt, sei gesenkt worden. „2005 streben wir im Kompositgeschäft wieder Wachstum an.“

Die Versicherung hatte sich zum Jahreswechsel von „Aachener und Münchener“ in AachenMünchener umbenannt. Das Unternehmen sieht sich als zweitgrößter Lebensversicherer in Deutschland. Weitere Zahlen will die Muttergesellschaft AMB Generali bei der Bilanzpressekonferenz im März geben.

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