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27.05.2011

13:13 Uhr

999-Tage-Bilanz

Dresdner-Kunden bleiben Commerzbank treu

Rund drei Jahre nach der Übernahme hat das zweitgrößte deutsche Geldhaus noch immer rund elf Millionen Kunden in Deutschland. Der Zusammenschluss sei "planmäßig" gelaufen, sagt Vorstand Krebber.

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main. Quelle: Reuters

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main.

FrankfurtDie Commerzbank hat bei der komplizierten Integration der Dresdner Bank keine Kunden verloren. "Die Basis ist stabil geblieben", sagte Vorstand Markus Krebber am Freitag in Frankfurt. Das zweitgrößte deutsche Geldhaus habe rund elf Millionen Kunden in Deutschland. Vor der Übernahme vor fast drei Jahren hatte die Dresdner Bank fünf Millionen, die Commerzbank sechs Millionen Kunden.
Insgesamt sei der Zusammenschluss bislang planmäßig gelaufen, sagte Krebber. Synergien hätten sogar schneller realisiert werden können als erwartet.

Rund 7.400 der geplanten 9.000 Stellen seien inzwischen gestrichen. Rund 40 Prozent der noch wegfallenden Plätze betreffen nun die Zentrale. Dies solle größtenteils über die "natürliche Fluktuation" geschehen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei der Commerzbank bis Ende 2013 ausgeschlossen. Im Vertrieb rüstet die Bank sogar wieder auf. Vom Abbau entfielen 2.500 Stellen auf das Ausland.

Als nächsten Schritt des nach eigenen Angaben größten Zusammenschlusses von Banken in Deutschland will die Commerzbank nun 400 Filialen bis Ende 2012 zusammenlegen, die ersten 50 davon bereits in den nächsten drei Monaten. Am Ende sollen 1.200 übrig bleiben.

Teilweise werden dafür neue Geschäftsräume eröffnet, damit die größeren Einheiten auch genügend Platz haben. Rund 80 Prozent der vereinigten
Filialen lagen bisher nicht weiter als 450 Meter auseinander. Aus einzelnen Orten will sich die Bank nicht zurückziehen. Insgesamt rechnet das Institut durch den Zusammenschluss mit Synergien von 2,4 Milliarden Euro. Davon seien im vergangenen Jahr bereits 1,1 Milliarden erreicht worden.

In diesem Jahr soll der Wert auf mehr als 1,5 Milliarden steigen, 2012 dann auf über 2,1 Milliarden. Dazu trägt auch bei, dass die Abwicklung von zentralen Bankprozessen wie Zahlungsverkehr- und Wertpapierabwicklung sowie der Betrieb des Rechenzentrums von Fremdunternehmen wieder ins eigene Haus geholt wurden.

Gleichzeitig sieht Commerzbank-Chef Martin Blessing die zweitgrößte deutsche Bank nicht als mögliches Übernahmeziel für einen Wettbewerber. "Durch die Kapitalerhöhung wird unsere Marktkapitalisierung deutlich höher sein. Das heißt, ein Kauf würde relativ teuer", sagte Blessing am Freitag auf einer Kundenveranstaltung zur Integration der 2009 übernommenen Dresdner Bank.

Bei einem Kurs von drei Euro je Aktie wären die 5,12 Milliarden Aktien mehr als 15 Milliarden Euro wert. Auch Investmentbanker halten eine solche Transaktion angesichts des Preises für wenig attraktiv.
Eine Übernahme der Commerzbank wäre angesichts ihrer großen Bilanzsumme ohnehin nur für wenige Großbanken zu stemmen, sagte Blessing.

Er verwies auch auf die Sperrminorität des Bundes, der 25 Prozent plus eine Aktie an der Bank hält. Ein potenzieller Käufer müsste auch Finanzminister Wolfgang Schäuble überzeugen, sich von den Papieren zu trennen. Der staatliche Rettungsfonds SoFFin darf seine Aktien ohnehin nicht vor Dezember verkaufen.

Kommentare (6)

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Kunde

27.05.2011, 15:00 Uhr

Die reden sich die Sache doch schön.
Ich bin Alt-Dresdner Geschäftskunde, das wahre Ausmaß der Verschlechterung ist erst seit Ostern zu sehen, seit Commerzbank und Dresdner auf eine IT-Plattform geschoben wurden.
Seit dem sind die Geühren höher - super.
Das Internet-Banking kann man in die Tonne treten.
Der Service ist in unterirdische Tiefen abgesackt.
Hier ist schon mal ein Kunde, der aktuell auf der Suche nach der besten Alternative ist.

Account gelöscht!

27.05.2011, 15:38 Uhr

An diesem Punkt kann ich nur lachen! Die Commerzbank lügt sich doch alles selbst in die Tasche!

klara

27.05.2011, 17:05 Uhr

Commerzbank bekommt: Note 6 und
Dresdner Bank: Note 6-

Wenn man eine schlechte Bank wie die Dreba bisher gewohnt ist, mehr man keinen Unterwschied zur Comerzbank, da diese genauso schlecht ist!

Banker lügen wie gedruckt und betrügen die Kunden - die Hauptsache: der Bonus/Provision stimmt!

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