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01.02.2005

13:14 Uhr

Ab 2007 rechnet der Konzern mit Einsparungen

Swiss Life integriert Leben-Geschäft der La Suisse

Der Lebensversicherungskonzern Swiss Life integriert das Lebensversicherungsgeschäft seiner Tochtergesellschaft La Suisse und vollzieht nach eigenen Angaben damit den letzten wichtigen Schritt im Zuge seiner Fokussierung.

HB ZÜRICH. Das Nichtleben-Geschäft wird laut Angaben vom Dienstag abgegeben; die Motorfahrzeug-, Sach- und Haftpflichtversicherung der La Suisse gehen an den Versicherer Vaudoise und Swiss Life übernimmt im Gegenzug das Kollektivleben-Geschäft der Vaudoise. Das Krankentaggeld- und Unfallversicherungsgeschäft der La Suisse übernimmt die Helsana. Mit beiden Gesellschaften vereinbarte Swiss Life eine Vertriebskooperation.

Die anfallenden Restrukturierungskosten von insgesamt rund 80 Millionen sfr will Swiss Life grösstenteils im Jahr 2005 verbuchen. Ab dem Jahr 2007 rechnet der Konzern mit Einsparungen von 70 Mill. sfr pro Jahr. Von den gegenwärtig rund 900 La Suisse-Stellen werden dieses Jahr rund 100 und in den Jahren 2006 und 2007 weitere etwa 100 Stellen abgebaut. Die jetzt getrennten Vertriebsorganisationen von Swiss Life und La Suisse werden bis Anfang April zusammengeführt und der Konzern konzentriert sich künftig in der Schweiz auf die Marke Swiss Life.

Analysten hatten zuletzt bereits vermutet, dass sich Swiss Life angesichts des gesättigten und stark regulierten Schweizer Lebensversicherungsmarktes schwer tun könnte, einen Käufer für La Suisse zu finden. Es sei wohl wahrscheinlicher, dass der Konzern statt dessen einen Teil des La Suisse-Geschäfts integriere, was zwar nur die zweitbeste Lösung aber doch hilfreich wäre, falls es zu Kosteneinsparungen führe, hatte etwa JP Morgan-Analyst Michael Huttner am vergangenen Freitag gesagt. Swiss Life, die nach zwei Verlustjahren 2003 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt ist, war im Vorjahr bereits einmal mit einem strategischen Verkauf gescheitert. Ende März hatte der Konzern nach gescheiterten Verkaufsbemühungen entschieden, die Banca del Gottardo zu behalten. Die Gesellschaft musste deshalb das Kapital um 1,15 Milliarden sfr erhöhen.

Den Angaben zufolge übernimmt Swiss Life von La Suisse rund 95.000 Verträge mit einem Prämienvolumen von etwa 770 Millionen sfr und einem Deckungskapital von 5,4 Milliarden sfr. Von den heute gemeinsam 111 Standorten sollen künftig 59 Generalagenturen mit 780 Beratern verbleiben. Das Kollektivleben-Portefeuille der Vaudoise bringt Swiss Life etwa 7300 Verträgen mit einem Prämienvolumen von rund 500 Millionen sfr und einem Deckungskapital von 3,0 Mrd. sfr. Das an Vaudoise und Helsana abgegebene Nichtleben-Geschäft von La Suisse entspricht einem Prämienvolumen von 400 Millionen sfr.

Die Transaktionen, die noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden müssen, erfolgen rückwirkend per 1. Januar 2005.

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