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10.11.2015

09:16 Uhr

ABN Amro

Niederlande drohen Milliardenverluste

Quelle:Reuters

Mit einem Börsengang soll die verstaatlichte Bank ABN Amro teilprivatisiert werden. Doch das Geschäft scheint weniger reizvoll als bislang gedacht. Der Staat könnte Milliarden verlieren.

Die Niederlande wollen 23 Prozent der Anteile von ABN Amro an die Börse bringen. Während der Bankenkrise 2008 wurde das Institut verstaatlicht. AFP

Teilprivatisierung durch Börsengang

Die Niederlande wollen 23 Prozent der Anteile von ABN Amro an die Börse bringen. Während der Bankenkrise 2008 wurde das Institut verstaatlicht.

Die Privatisierung der niederländischen Großbank ABN Amro scheint schlechter zu laufen, als es sich die Regierung erhofft. Sie teilte am Dienstag mit, 23 Prozent der Anteile an den Markt bringen zu wollen. Die Aktien würden dabei Investoren für jeweils 16 bis 20 Euro angeboten. Auf Basis dieser Preisspanne hat die Bank einen Wert von 15 bis 18,8 Milliarden Euro. Auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise 2008 wurde ABN Amro allerdings mit Steuergeldern in Höhe von mehr als 22 Milliarden Euro verstaatlicht.

Bis zum 19. November können Investoren die Anteilsscheine ordern. Die Erstnotiz ist für den 20. November vorgesehen. Dem Staat könnten in der ersten Tranche bis zu 3,76 Milliarden Euro zufließen. ABN-Amro-Chef Gerrit Zalm sprach von einem logischen Schritt, nachdem die Bank zuletzt nach dem Umbau Fortschritte gemacht habe. Im dritten Quartal war das Ergebnis um 13 Prozent auf 509 Millionen Euro gestiegen. Zalm hat Tausende Stellen gestrichen und die Bank wieder stärker auf den Heimatmarkt ausgerichtet.

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