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24.01.2005

09:36 Uhr

ABN Amro rät zu Wachsamkeit bei deutschen Dax-Unternehmen

Analysten sagen neue Übernahmewelle voraus

VonMichael Maisch

Viel besser hätten die letzten Monate des vergangenen Jahres für die Investmentbanker kaum laufen können. Im vierten Quartal 2004 kündigten weltweit Unternehmen Übernahmen und Fusionen (Mergers & Acquisitions, M&A) im Wert von mehr als 575 Mrd. Dollar an, so viel wie seit dem zweiten Quartal des Boomjahres 2000 nicht mehr.

HB FRANKFURT/M. Glaubt man den Aktienstrategen von UBS und ABN Amro dann können sich die Investmentbanker weiter freuen. Die beiden Großbanken sagen voraus, dass die Fusionswelle so schnell nicht abebben wird.

„Sind sie vorbereitet für den nächsten Übernahmeboom?“, fragt der Stratege der Schweizer UBS, Mark Precious, in einer Studie aus dem Dezember 2004. Sein wichtigstes Argument: Die meisten Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren ihre Bilanzen in Ordnung gebracht, viele säßen inzwischen auf umfangreichen Geldbeständen, die sie irgendwann wieder investieren müssten.

Nach Berechnungen von Precious ist die durchschnittliche Verschuldung der Konzerne auf dem niedrigsten Stand in der Börsengeschichte angekommen. Ein Beispiel für das Argument des Strategen: Die Deutsche Börse hat 600 Mill. Euro Bargeld in kurzfristigen Geldmarktpapieren angelegt. Mittlerweile hat Börsenchef Seifert ein Übernahmeangebot für den Londoner Konkurrenten LSE gestartet.

Weitere Gründe für eine M&A-Welle in Europa hat Rolf Elgeti von ABN Amro in einer aktuellen Studie identifiziert. So seien die Taschen der großen Beteiligungsgesellschaften (Private Equity) prall gefüllt. Das sei Kapital, das dringend nach Investitionsmöglichkeiten suche. Wichtigste Kennzahl für Übernahmen von Private Equity Investoren sei das Verhältnis von Unternehmenswert zum Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (Ebitda). Liege dieser Wert unter acht, sei das Unternehmen für Beteiligungsgesellschaften potenziell interessant.

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