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16.04.2012

16:09 Uhr

Abwicklungsanstalt

Bad Bank der WestLB macht fast Milliardenverlust

Einen Riesenverlust von fast einer Milliarde Euro hat die WestLB „Bad Bank“ 2011 gemacht. Der Großteil entfiel auf Abschreibungen griechischer Staatsanleihen. Doch die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) ist optimistisch.

Die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) ist die „Bad Bank“ der WestLB. dpa

Die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) ist die „Bad Bank“ der WestLB.

DüsseldorfDie „Bad Bank“ der WestLB hat 2011 durch die Staatsschuldenkrise in Europa tiefrote Zahlen geschrieben. Die Erste Abwicklungsanstalt, wie der offizielle Name lautet, verzeichnete einen Verlust von 878 Millionen Euro. Der Fehlbetrag gehe maßgeblich auf Abschreibungen bei griechischen Anleihen (848 Millionen Euro) zurück, teilte der Vorstand am Montag in Düsseldorf mit. Die „Bad Bank“ beteiligte sich inzwischen an dem Schuldenschnit für Griechenland.

Schon im Jahr 2010 hatte die „Bad Bank“ der WestLB mit einem Verlust von insgesamt 1,65 Milliarden Euro tiefrote Zahlen geschrieben.

Der Vorstand betonte, dass der Griechenland-Schuldenschnitt die Bilanz der „Bad Bank“ verhagelt hat. Die Erste Abwicklungsanstalt sei beim Abarbeiten von WestLB-Schrottpapieren in den vergangenen beiden Jahren schneller vorangekommen als geplant. Darunter befinden sich Kredite, Wertpapiere und strukturierte Anlagen unter anderem in US-Immobilien.

Das Gesamtvolumen der von der WestLB ausgelagerten Papiere wurde durch Rückzahlungen und Verkäufe bisher um mehr als ein Drittel auf 51 Milliarden Euro verkleinert - mit rund 77,5 Milliarden Euro war das Institut an den Start gegangen.

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Der Abwicklungsplan sah ursprünglich einen Rückgang auf 55 Milliarden Euro bis Ende 2011 vor. Die Risikovorsorge stockte die EAA zum Jahresbeginn 2012 auf 3,3 (Vorjahr: 2,8) Milliarden Euro auf, das Eigenkapital schrumpfte von ursprünglich 3,1 Milliarden Euro Anfang 2010 auf nun noch 600 Millionen Euro.

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