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20.01.2007

10:49 Uhr

Ackermann für Unternehmensschutz

Die kleine Deutschland AG

Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, macht sich für den Schutz strategisch wichtiger deutscher Unternehmen vor Übernahmen stark. So wolle seine Bank sich darum bemühen, dass die von DaimlerChrysler verkauften EADS-Aktien in deutschem Besitz bleiben.

Die Deutsche Bank richtet ihren Blick zurück ins Inland. Foto: AP

Die Deutsche Bank richtet ihren Blick zurück ins Inland. Foto: AP

HB HAMBURG. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will strategisch wichtige Unternehmen notfalls vor Übernahmen aus dem Ausland schützen. Es sei „außerordentlich problematisch, wenn unsere Unternehmen im Rüstungs- oder Telekommunikationsbereich, wahrscheinlich auch im Medienbereich, weitgehend unter Einflüsse kommen, die wir nicht mehr kontrollieren können“, sagte Ackermann dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Deshalb beteilige sich die Deutsche Bank daran, die EADS-Aktien, die DaimlerChrysler verkaufen will, in Deutschland zu halten, sagte Ackermann: „Solange viele nationalstaatlich denken, finde ich es legitim, wenn einzelne Länder in bestimmten Bereichen mit defensiven Maßnahmen reagieren.“ Allerdings sei es wünschenswert, dass man sich „auf europäische und am Ende sogar auf globale Lösungen“ einige. Der Deutsche-Bank-Chef will seine Karriere mit dem Auslaufen seines Vertrags im Jahr 2010 beenden. Er werde dann sicher nicht in den Aufsichtsrat wechseln, sagte er dem „Spiegel“. „Aber ich möchte gerne meine Erfahrungen weitergeben, an der Uni oder vielleicht auch im gesellschaftlichen Bereich.“

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