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16.09.2013

07:13 Uhr

Ackermann-Nachfolge

Siemens-Aufsichtsrat ohne Deutsche Bank

Nachdem Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann aus dem Siemens-Aufsichtsrat zurückgetreten ist, wird der freie Posten nicht mit einem Gewächs der Deutschen Bank besetzt. Das Geldinstitut nannte auch den Grund.

Kontrollgremium auf Verjüngungskur: Der Nachfolger von Josef Ackermann im Aufsichtsrat des Münchener Unternehmens soll jünger als 60 Jahre alt sein. dpa

Kontrollgremium auf Verjüngungskur: Der Nachfolger von Josef Ackermann im Aufsichtsrat des Münchener Unternehmens soll jünger als 60 Jahre alt sein.

DüsseldorfErstmals seit Jahrzehnten wird die Deutsche Bank künftig nicht mehr im Siemens-Aufsichtsrat vertreten sein. Nach dem Rücktritt von Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann als stellvertretender Siemens-Aufsichtsratschef werde der Nachrücker nicht von der Deutschen Bank kommen, erfuhr das Handelsblatt (Montagsausgabe)aus Finanzkreisen.

Die Co-Vorstandsvorsitzenden des größten deutschen Geldhauses, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, stünden als Kandidaten nicht zur Verfügung. Es habe zwar diese Überlegungen für kurze Zeit gegeben. Sie seien aber rasch wegen der großen Herausforderungen in der Bank selbst verworfen worden.

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Was für ein Mensch ist Josef Ackermann wirklich? Sein Wegbegleiter Stefan Baron beantwortet diese Frage in seiner Biografie besser als fast alle vor ihm. Der Ex-Chef der Deutschen Bank tickt anders, als viele denken.

Ackermann hatte am Donnerstag seinen Rückzug aus dem Aufsichtsrat angekündigt. Als Grund für sein Ausscheiden hatte der frühere Chef der Deutschen Bank „unterschiedliche Vorstellungen, wie man den Prozess der Nachfolge gestaltet“ angeführt. Ackermann hatte die Turbulenzen rund um den Chefwechsel bei Siemens mehrfach intern kritisiert und war schließlich einem Machtkampf mit Aufsichtsratschef Gerhard Cromme unterlegen.

Finanzvorstand Joe Kaeser hatte Ende Juli den Vorstandsvorsitz von Peter Löscher übernommen. Dem waren tagelange Ränkespiele im Aufsichtsrat vorausgegangen.

Laut Industriekreisen soll das Ausscheiden von Ackermann aus dem Siemens-Aufsichtsrat nun für eine Verjüngung genutzt werden. Der Nachrücker werde jünger als 60 Jahre sein. Im Umfeld des Unternehmens wird damit gerechnet, dass den Vize-Posten der Kapitalseite einer der bisherigen Aufsichtsräte übernimmt. Der Siemens-Aufsichtsrat trifft sich am kommenden Mittwoch.

Kommentare (3)

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Kolateralschaden

16.09.2013, 09:36 Uhr

Steht jetzt die Zerlegung von Siemens bevor?

Privatmail

16.09.2013, 10:19 Uhr

Siemens ist industriegeschichtlich ein "Dinosaurier" - zu groß um effektiv zu arbeiten und effizient geführt zu werden.

HB-Leser

16.09.2013, 10:24 Uhr

Wie heißt es so schön? Die Ratten verlassen das sinkende Schiff! Siemens ist jetzt also am Beginn des Endes seiner Firmengeschichte!

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